
Summer Has Ended
In Anlehnung an den alttestamentarischen Propheten Jeremia („Die Ernte ist vorbei, der Sommer ist zu Ende, und wir sind nicht gerettet“, KJV) schildert Ray Wright in seinem Roman ein Stück des entbehrungsreichen Lebens auf einer gepachteten Farm in Südtexas Mitte der 1940er Jahre. Jeremy, der halbwüchsige Sohn und einziges Kind von Lem und Olga Stroop, ist der Filter für das Bewusstsein. Obwohl er weniger erfahren und gewieft ist als Huck Finn, ist er nicht weniger intelligent, neugierig und widerstandsfähig, während er sich in einer Welt zurechtfindet, die trotz ihrer bibelfesten Fassade erdig, rau, sexistisch, rassistisch, zynisch, profan und oft gewalttätig ist. Etwa drei Wochen lang, im heißen August, wird Jeremy immer wieder zu einer Pfingst-Erweckungsversammlung in einer örtlichen Kirche und zu deren extravagantem Prediger, Pastor Flancher, hingezogen. Die Sicht des Jungen auf die Welt ist eng und unschuldig, und die Antworten, um die er ringt, sind weder einfach noch sauber, aber seine entschlossene Suche nach einer größeren, kohärenteren Welt ist zutiefst menschlich. Die Prosa des Romans ist klar und direkt, die Details sind aussagekräftig und präzise, die Dialoge lebendig und genau. Und in Wrights fähigen Händen wird die Suche des Jungen nach Sinn und Glück umfassend und zeitlos.
-Harry Moore, Autor von.
Bearing the Farm Away und Beyond Paradise:
The Unweed Garden