Bewertung:

Das Buch umfasst zwei Hauptwerke von Joseph Conrad: eine Sammlung von Essays über das Meer und ein kurzes autobiografisches Werk. Rezensenten schätzen Conrads poetische und literarische Darstellung des Seefahrerlebens, in der er seine beruflichen Erfahrungen hervorhebt. Einige Kritiker bemängeln jedoch, dass seine Sachbücher nicht so fesselnd sind wie seine Belletristik, und bezeichnen seine Essays im Vergleich zu seinen schwungvollen Erzählungen als fade. Fans von Conrad und dem romantischen Zeitalter der Seefahrt werden es genießen, während andere es vielleicht weniger fesselnd finden.
Vorteile:⬤ Poetische und literarische Beschreibungen der Seefahrt und des Meeres.
⬤ Spiegelt Conrads berufliche Erfahrung als Seemann wider.
⬤ Bietet eine einzigartige Perspektive auf den Übergang von der Segel- zur Dampfschifffahrt und die Kultur der Segelschiffe.
⬤ Interessante autobiografische Einblicke in Conrads Leben und Erfahrungen.
⬤ Gut für Conrad-Fans oder solche mit einer Affinität zum Thema Schiffe und Meer.
⬤ Sachbücher gelten als weniger fesselnd und weniger gut geschrieben als Conrads Belletristik.
⬤ Einige Essays werden als bleierne Qualität beschrieben.
⬤ Der autobiografische Teil wurde als abschweifend und nicht als wahrer „Bericht“ kritisiert.
⬤ Könnte Leser, die traditionelle Abenteuergeschichten suchen, oder Leser, die mit maritimen Themen nicht vertraut sind, nicht ansprechen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Mirror of the Sea by Joseph Conrad, Fiction
Auf meiner ersten Reise als Erster Offizier mit dem guten Kapitän MacW-------- erinnere ich mich, dass ich mich ziemlich geschmeichelt fühlte und munter meinen Pflichten nachging, da ich praktisch selbst Kommandant war.Doch wie groß meine Illusion auch sein mochte, die Tatsache blieb bestehen, dass der echte Kommandant da war und mein Selbstvertrauen.... Bis ich das Pech hatte, meinen Kapitän beim eiligen Korkenziehen zu erwischen.
Der Anblick, das darf ich sagen, jagte mir einen schrecklichen Schrecken ein. Ich war mir der krankhaft empfindlichen Natur des Mannes durchaus bewusst.
Glücklicherweise gelang es mir, ungesehen zurückzutreten, und ich achtete darauf, am Fuße der Kajütentreppe mit meinen Seestiefeln kräftig aufzutreten, bevor ich ein zweites Mal einstieg. Ohne diesen unerwarteten Blick hätte ich in den nächsten vierundzwanzig Stunden bei keiner seiner Handlungen auch nur den geringsten Verdacht hegen können, dass mit seinen Nerven nicht alles in Ordnung war.