Bewertung:

Das Buch „Der Süden in Farbe“ von William Ferris enthält eine Sammlung von etwa hundert Farbfotografien aus den 1960er und 1970er Jahren, die verschiedene Aspekte des amerikanischen Südens, insbesondere Mississippi, einfangen. Während viele Rezensenten die emotionale Wirkung und die historische Bedeutung der Bilder zu schätzen wussten, gingen die Meinungen über den Begleittext zu den Bildern auseinander; einige fanden ihn zu ausschweifend und langweilig. Insgesamt bietet das Buch eine einzigartige Perspektive auf das Leben in den Südstaaten, sowohl durch visuelle als auch durch erzählerische Elemente.
Vorteile:⬤ Sehr bewegende und emotional beeindruckende Fotos.
⬤ Wunderschön erzählt.
⬤ Starke Darstellung der Kultur und Geschichte des Südens, insbesondere durch Porträts.
⬤ Dokumentation des Lebens im Mississippi-Delta in einem einzigartigen Farbformat.
⬤ Die Erfahrung und der Hintergrund des Autors verleihen dem Werk Authentizität.
⬤ Einige Texte werden als eigennützig und langweilig empfunden, was von den Fotografien ablenkt.
⬤ Bestimmte Abschnitte enthalten fade oder schnappschussartige Bilder.
⬤ Die Bilder sind in einigen Kategorien, wie z. B. „Gebäude“, nur unzureichend kuratiert und geordnet.
⬤ Eine Mischung aus starken Fotos und einigen, die nicht fesseln.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
The South in Color: A Visual Journal
Seit dem Moment, als die Eltern von William Ferris ihrem zwölfjährigen Sohn zu Weihnachten 1954 eine Kodak Brownie Hawkeye Kamera schenkten, begann Ferris leidenschaftlich, seine Welt zu fotografieren. Er hat nie damit aufgehört.
Die sechziger und siebziger Jahre waren für Ferris eine besonders wichtige Zeit, in der er zu einem bahnbrechenden Dokumentaristen des amerikanischen Südens wurde. Diese wunderschöne, provokative Sammlung von 100 Ferris' Fotografien des Südens, die in dieser prägenden Zeit entstanden sind, zeigt die Kraft seiner Farbfotografie. Wie Ferris in der Einleitung des Buches betont, wurde Farbfilm in der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts von Dokumentarfilmern nur selten verwendet, aber Ferris fand heraus, dass Farbe in den fotografischen Tagebüchern, die er von seiner Welt in all ihren Permutationen und Überraschungen schuf, auf bedeutende Weise funktioniert. Der Band beginnt mit Bildern der Farm seiner Familie und ihrer Arbeiter - Familienangehörige und Angestellte - südöstlich von Vicksburg, Mississippi.
Die Bilder sind zugleich lyrisch und beunruhigend. Als Ferris fortfuhr, Menschen und ihre Häuser, Kirchen und Blues-Clubs, ihre handgefertigten Schilder und Volkskunst sowie die Straßen, die sich durch die Region schlängeln, zu fotografieren, wurde die gespaltene Rassenlandschaft Teil der Aufzeichnung.
Ein Vorwort von Tom Rankin, Professor für visuelle Studien und ehemaliger Direktor des Center for Documentary Studies an der Duke University, bietet einen umfassenden Einblick in Ferris' Arbeit.