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The Sympathetic Consumer: Moral Critique in Capitalist Culture
Wenn Menschen mit Konsumgütern - Zucker, Kleidung, Handys - in Berührung kommen, finden sie wenig bis gar keine Informationen über deren Herkunft. Die Waren bleiben somit anonym, und die Arbeit, die zu ihrer Herstellung nötig war, sowie die Lieferkette, die sie durchlaufen haben, bleiben im Dunkeln.
In diesem Buch argumentiert Tad Skotnicki, dass diese Begegnung ein endemisches Merkmal kapitalistischer Gesellschaften ist, mit dem die Verbraucher seit Jahrhunderten in Form von Aktivistenbewegungen zu kämpfen haben, die sich um den so genannten "sympathischen Verbraucher" ranken. Dieses Buch dokumentiert die unheimlichen Gemeinsamkeiten solcher Bewegungen im Laufe von drei Jahrhunderten: die transatlantische Bewegung der Abolitionisten, die US-amerikanischen und englischen Verbraucherbewegungen um die Jahrhundertwende und der zeitgenössische Fair-Trade-Aktivismus. Das Buch bietet eine vergleichende historische Studie des Verbraucheraktivismus und zeigt in anschaulichen Details, wie die Aktivisten mit den umfassenderen Auswirkungen des Warenaustauschs rangen.
Diese Aktivisten gelangten zu einem gemeinsamen Verständnis der Beziehung zwischen Verbrauchern, Produzenten und Waren und kamen zu dem Schluss, dass die Verbraucher dafür verantwortlich sind, mit den unsichtbaren Arbeitern zu sympathisieren. Letztlich bietet Skotnicki einen Rahmen, um eine kapitalistische Kultur zu identifizieren, indem er untersucht, wie Menschen alltägliche Phänomene, die für sie wesentlich sind, interpretieren.