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The Death of Comedy
In einer großen Tour durch das komische Theater im Laufe der Jahrhunderte zeichnet Erich Segal die Entwicklung der klassischen Form von ihren frühen Ursprüngen in einem frauenfeindlichen Witz des Susarion aus dem sechsten Jahrhundert v. Chr. über zahllose Hochzeiten und Happy Ends bis hin zu den verzweifelten Einsilbern von Samuel Beckett nach. Mit treffendem Witz, tiefgründiger Gelehrsamkeit und lehrreichen Beispielen, die von mildem Amüsement bis zum Aufruhr reichen, veranschaulicht sein Buch den glorreichen Lebenszyklus der Komödie von ihrem ersten Atemzug bis zu ihrem Tod im Theater des Absurden.
Der Tod der Komödie ist eine Erkundung verschiedener Meilensteine in der Geschichte eines Genres, das zwei Jahrtausende lang fast unverändert florierte, und lässt die Obszönitäten und rauen Wendungen des Aristophanes, die nachbarschaftlichen Annehmlichkeiten des Menander, die Albernheiten und Farcen des Plautus wieder aufleben. Segal zeigt, wie die Anzüglichkeiten des vereitelten Ehebruchs, ein Grundnahrungsmittel der römischen Komödie, auf den Bühnen der englischen Restauration wieder auftauchen. Und er wirft einen genaueren Blick auf die Schadenfreude - die Freude am Unglück anderer -, die Machiavellis und Marlowes Werke kennzeichnet.
Bei jeder Wendung in Segals Analyse - von Shakespeare über Molière bis Shaw - kommt eine andere Facette der komischen Kunst zum Vorschein, bis schließlich, so argumentiert er, "der Kopf siegt und das Herz stirbt": Indem sie dem Intellekt die Führung überlassen, ersticken Cocteau, Ionesco und Beckett die Komödie, wie wir sie kennen. Das Buch ist eine Tour de Force, ein umfassendes Panorama der Kunst und Geschichte der Komödie, ebenso aufschlussreich wie vergnüglich zu lesen.