Bewertung:

Das Buch „The Transatlantic Zombie“ bietet einen detaillierten Einblick in die Geschichte und kulturelle Bedeutung des Zombie-Mythos, indem es seine Ursprünge von Haiti bis zu seiner Kommerzialisierung in Amerika nachzeichnet. Der Autor argumentiert, dass der Zombie eine komplexe Geschichte darstellt, die mit Sklaverei, Kolonialismus und kultureller Aneignung zusammenhängt.
Vorteile:Das Buch bietet ein überzeugendes Argument für die wahre Geschichte der Zombies, stellt gängige Vorstellungen in Frage und bietet eine differenzierte Sicht auf die kulturellen Ursprünge des Zombie-Mythos. Es ist gut recherchiert und bietet eine zum Nachdenken anregende Darstellung der Auswirkungen der Konsumkultur auf das Zombie-Phänomen.
Nachteile:Manche Leser könnten den akademischen Ansatz und die historische Analyse im Vergleich zu typischen Zombiefilmen als zu dicht oder weniger fesselnd empfinden. Die starke Fokussierung auf den historischen Kontext könnte Leser ablenken, die eine eher konventionelle Horrorgeschichte suchen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Transatlantic Zombie: Slavery, Rebellion, and Living Death
Der Zombie, unser modernstes Monster und vielleicht unser amerikanischstes, das in der heutigen Populärkultur so weit verbreitet ist, hat seine Wurzeln in afrikanischen Seelenfänger-Mythologien.
Der transatlantische Zombie liefert eine umfassendere Geschichte des Zombies, als je zuvor erzählt wurde, und erklärt, wie die Migration des Mythos in die Neue Welt durch den transatlantischen Sklavenhandel begünstigt wurde. Jahrhunderts gefunden wurde, und endet mit einer Beschreibung der Art und Weise, wie in der zeitgenössischen Kultur neue Medien genutzt werden, um Veranstaltungen zum Thema Zombie zu ermöglichen.
Sarah Juliet Lauro zeichnet die kulturelle Bedeutung des Zombies in der karibischen Literatur, der haitianischen Folklore und der amerikanischen Literatur, im Film und in der bildenden Kunst nach. Der Zombie gelangte durch die amerikanische Besetzung Haitis, dem Schauplatz eines Sklavenaufstands im 18. Jahrhundert, der zum Unabhängigkeitskrieg wurde, in das US-amerikanische Bewusstsein, so dass die Figur des lebenden Todes untrennbar mit Sklaverei und Rebellion verbunden ist.
Lauro schlägt eine Brücke zwischen afrikanischer Mythologie und US-amerikanischer Mainstream-Kultur, indem er die ethischen Komplikationen des Zombies als eine kulturelle Eroberung, die für das amerikanische Kino neu gebrandmarkt wurde, zum Ausdruck bringt. Wie The Transatlantic Zombie zeigt, ist der Zombie nicht nur ein Schreckgespenst, das die Übel der modernen Gesellschaft repräsentiert, sondern ein Schlachtfeld, auf dem ein kultureller Krieg zwischen dem imperialen Drang, exotische, bedrohliche Elemente zu absorbieren, und der Bewahrung der ursprünglichen, afrodiasporischen Kultur durch eine Strategie des mythischen Kampfes ausgetragen wurde.