Bewertung:

In den Rezensionen zu „La Reve“ wird die bezaubernde und poetische Erzählung über Liebe und persönliches Wachstum in einer reich beschriebenen gotischen Umgebung hervorgehoben. Die Leser weisen jedoch auch auf die religiösen Obertöne und die eindimensionalen Charaktere als mögliche Nachteile hin. Einige Rezensenten hatten Probleme mit der Druckgröße und den Ausgaben, was ihr Gesamterlebnis beeinträchtigte.
Vorteile:⬤ Reichhaltige, poetische Beschreibungen und lebhafte Bilder.
⬤ Fesselnde Geschichte, in deren Mittelpunkt Liebe und persönliche Entdeckung stehen.
⬤ Eine heitere und schön geschriebene Geschichte, die die Essenz von Zolas Stil einfängt.
⬤ Appelliert an Leser, die klassische Literatur und emotionale Tiefe lieben.
⬤ Übermäßig religiöse Themen, die vielleicht nicht alle Leser ansprechen.
⬤ Wird im Vergleich zu anderen Werken der Rougon-Macquart-Reihe als eindimensional angesehen.
⬤ Einige Ausgaben sind sehr klein gedruckt und daher schwer zu lesen.
⬤ Die kürzere Länge befriedigt möglicherweise nicht alle Leser, die nach Tiefe suchen.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
The Dream
Während des strengen Winters von 1860 war die Oise zugefroren und die Ebenen der Unterpicardie waren mit tiefem Schnee bedeckt.
Vor allem am Weihnachtstag hatte eine heftige Sturmböe aus Nordosten die kleine Stadt Beaumont fast unter sich begraben. In der Oberstadt, in der Rue des Orfevres, an deren Ende die Nordfront des Querschiffs der Kathedrale wie eingeschlossen liegt, wurde der Schnee mit großer Wucht gegen das Portal von Saint-Agnes geweht, das alte romanische Portal, an dem noch Spuren der Frühgotik zu sehen sind und das mit seinen üppigen Verzierungen im Kontrast zur schlichten Schlichtheit des Querschiffsgiebels steht.