Bewertung:

Das Buch „The Dream of Enlightenment“ von Anthony Gottlieb folgt auf sein früheres Werk „The Dream of Reason“ und bietet einen leicht zugänglichen und fesselnden Überblick über die wichtigsten Philosophen der Aufklärung von Descartes bis Rousseau. Rezensenten loben das Buch für seine Klarheit, seinen Witz und seinen informativen historischen Kontext. Einige Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass sich das Buch zu sehr auf die Biografie und nicht auf eine tiefere Auseinandersetzung mit philosophischen Konzepten konzentriert, und einige argumentieren, dass es von einer umfassenderen Behandlung weiterer einflussreicher Denker profitieren könnte.
Vorteile:⬤ Klarer und fesselnder Schreibstil
⬤ Gut strukturiert mit historischem Kontext
⬤ Wertvolle Einblicke in komplexe philosophische Ideen
⬤ Gilt als hervorragende Einführung für Nicht-Experten
⬤ Witzig und angenehm zu lesen
⬤ Bietet eine klare Erzählung, die Philosophie mit Geschichte und Biografie verbindet.
⬤ Einigen Lesern fehlt es an Tiefe bei der Erörterung der Philosophien
⬤ Der Schwerpunkt liegt vielleicht zu sehr auf der persönlichen Biografie und weniger auf der kritischen philosophischen Analyse
⬤ Einige bemerkten eine Voreingenommenheit bei der Interpretation der Ideen der Philosophen
⬤ Kritik, weil spätere einflussreiche Persönlichkeiten wie Kant nicht berücksichtigt wurden
⬤ Es kann eher als Fibel denn als umfassende Darstellung angesehen werden.
(basierend auf 103 Leserbewertungen)
The Dream of Enlightenment: The Rise of Modern Philosophy
Die westliche Philosophie ist jetzt zweieinhalb Jahrtausende alt, aber ein Großteil davon entstand in nur zwei Stakkato-Ausbrüchen, die jeweils nur etwa 150 Jahre dauerten. In seinem bahnbrechenden Überblick über die westliche Philosophie von den Griechen bis zur Renaissance, The Dream of Reason, hat Anthony Gottlieb den ersten Ausbruch dokumentiert, der im Athen von Sokrates, Platon und Aristoteles stattfand. In seiner Fortsetzung The Dream of Enlightenment beschreibt Gottlieb die zweite große Explosion des Denkens und führt uns nach Nordeuropa im Gefolge der Religionskriege und des Aufstiegs der galileischen Wissenschaft. In einem relativ kurzen Zeitraum - von den frühen 1640er Jahren bis zum Vorabend der Französischen Revolution - haben Descartes, Hobbes, Spinoza, Locke, Leibniz und Hume ihre Spuren hinterlassen. The Dream of Enlightenment erzählt ihre Geschichte und die der Geburt der modernen Philosophie.
Wie Gottlieb erklärt, waren alle diese Männer Amateure: Keiner hatte viel mit einer Universität zu tun. Sie versuchten, die Auswirkungen der neuen Wissenschaft und der religiösen Umwälzungen zu ergründen, die sie dazu brachten, traditionelle Lehren und Einstellungen zu hinterfragen. Was bedeutet der Fortschritt der Wissenschaft für unser Selbstverständnis und unsere Vorstellungen von Gott? Wie sollte eine Regierung mit der religiösen Vielfalt umgehen - und wozu ist eine Regierung eigentlich da? Solche Fragen bleiben unsere Fragen, weshalb Descartes, Hobbes und die anderen auch heute noch über sie nachdenken.
Doch gerade weil wir sie immer noch hören wollen, können wir diese Philosophen leicht falsch verstehen. Es ist verlockend zu denken, dass sie unsere Sprache sprechen und in unserer Welt leben; aber um sie richtig zu verstehen, müssen wir uns in ihre Lage versetzen. Gottlieb versetzt den Leser in die Gedankenwelt dieser häufig falsch interpretierten Persönlichkeiten, erhellt die Geschichte ihrer Zeit und die Entwicklung der wissenschaftlichen Ideen, während er ihre Argumente auf unterhaltsame Weise erläutert und ihr Vermächtnis in lebendiger Prosa bewertet.
Mit Kapiteln, die sich auf Descartes, Hobbes, Spinoza, Locke, Pierre Bayle, Leibniz, Hume, Rousseau und Voltaire konzentrieren - und vielen Nebenrollen -, schafft The Dream of Enlightenment eine umfassende Darstellung dessen, was die Aufklärung bewirkt hat und warum wir immer noch in ihrer Schuld stehen.