Bewertung:

Das Buch ist eine durchdachte Erforschung der Kultur, insbesondere im Kontext des antiken Roms, und zeigt die Meisterschaft des Autors im Schreiben und in der historischen Analyse. Auch wenn einige Teile vielleicht nicht für alle Leser ansprechend sind, werden die Theorie und bestimmte historische Fälle bei Komparatisten und Akademikern gut ankommen.
Vorteile:⬤ Meisterhaftes Schreiben
⬤ gute historische Analyse
⬤ fesselnd für diejenigen mit Vorkenntnissen über das alte Rom
⬤ Potenzial, den Test der Zeit zu bestehen
⬤ verglichen mit klassischer Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts
⬤ empfohlen für Studenten des guten Schreibens.
Einige Abschnitte sind für ein allgemeines Publikum möglicherweise nicht interessant; am besten geeignet für Leser mit Vorkenntnissen zum Thema.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
That Tyrant, Persuasion: How Rhetoric Shaped the Roman World
Wie die rhetorische Ausbildung im Römischen Reich sowohl Taten als auch Worte beeinflusste
Die Mörder von Julius Cäsar riefen, sie hätten einen Tyrannen getötet, und Tage später schlugen ihre Kollegen im Senat Belohnungen für diesen Tyrannenmord vor. Die Mörder und ihre Unterstützer sprachen, als ob sie einem bekannten Drehbuch folgten. Das taten sie auch. Ihre Ausbildung bestand hauptsächlich aus Rhetorik, und als Jungen hatten sie alle Reden über eine Reihe allgegenwärtiger Themen gehört und gehalten - einschließlich einer, die besagte, dass „derjenige, der einen Tyrannen tötet, eine Belohnung von der Stadt erhält“. In That Tyrant, Persuasion untersucht J. E. Lendon, wie die rhetorische Erziehung in der römischen Welt nicht nur die Worte der Literatur, sondern auch bedeutsame Taten beeinflusste: die Ermordung Julius Caesars, welche städtischen Gebäude und Denkmäler gebaut wurden, welche Gesetze erlassen wurden und schließlich, wie das Reich selbst geführt werden sollte.
That Tyrant, Persuasion präsentiert eine neue Darstellung der römischen rhetorischen Bildung und ihrer überraschenden praktischen Konsequenzen und zeigt, wie die Rhetorik eine grandiose Vorstellungswelt für die römische herrschende Elite schuf - und wie sie darum kämpfte, die reale Welt zu zwingen, ihr zu entsprechen. Ohne rhetorische Bildung wäre die römische Welt unvorstellbar anders gewesen.