
The Banisher of Madness
Der im späten 9. Jahrhundert in Bagdad geborene ʿAbbāsid-Grammatiker 'Abū Bakr Muḥammad b.
Saḥl Ibn al-Sarrāj (gest. 929) ist als Verbannter des Wahnsinns und tugendhafter Gelehrter in die Geschichte eingegangen, dessen Leben die Kultur der Araber in ihrer ganzen Fülle veranschaulicht hat. Ibn al-Sarrāj wurde als Erzfeind der hellenistischen Wissenschaften und gleichzeitig als Hauptquelle für die Übertragung der aristotelischen Logik von den Philosophen des 10.
Jahrhunderts auf die Grammatiker von Bagdad gepriesen; dennoch bleibt Ibn al-Sarrāj bis heute eine schattenhafte Figur in der Geschichte der arabischen Grammatikstudien. Das vorliegende Buch widmet sich diesem Problem, indem es die problematische Beziehung zwischen Sprache, Logik und Grammatik in Ibn al-Sarrājs Lehren untersucht.
Darüber hinaus bietet die vorliegende Studie einen Einblick in den Konflikt zwischen den mittelalterlichen Grammatikern und Logikern über die traditionell etablierte Autorität der ʿAbbāsid-Grammatiker, den intelligiblen Bereich und die Natur der menschlichen Seele zu analysieren. Um sich mit der umstrittenen Vorstellung von Grammatikern als Hütern der göttlichen Weisheit auseinanderzusetzen, konzentriert sich die vorliegende Studie auf eine ihrer wichtigsten Verkörperungen: Ibn al-Sarrājs Konzept der „Weisheit der Araber“.