Bewertung:

Das Buch erhielt positive Rückmeldungen für seine aufschlussreiche Erforschung der Elternschaft und ihrer Auswirkungen auf gesellschaftliche Fragen sowie für seine maßgebliche Perspektive auf Sexualstraftaten und Traumata. Einige Leser merken jedoch an, dass der akademische Charakter des Buches es für jedermann schwierig machen könnte, es zu verstehen.
Vorteile:Schnelle Lieferung, fesselnder und interessanter Inhalt, informativ für das Verständnis von Sexualstraftaten, gut strukturiert und verbindlich, wertvoll für Überlebende von Traumata, nützlich für die Beratung und therapeutische Arbeit.
Nachteile:Der akademische Schreibstil ist möglicherweise nicht für alle Leser leicht zu verdauen.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Infant Losses; Adult Searches - A Neural and Developmental Perspective on Psychopathology and Sexual Offending
In einer spannenden Synthese von Neurowissenschaften, Entwicklungs- und Sozialpsychologie mit forensischer und kriminalistischer Literatur bietet dieses Buch eine neue Perspektive auf die Gründe, die manche Menschen zu Gewalt- oder Sexualdelikten veranlassen können. Das Buch richtet sich an Kliniker aller Fachrichtungen, ist aber dank seines gut lesbaren Stils für jeden zugänglich, der sich für diesen Bereich interessiert.
Es beginnt mit einer Studie über die Entwicklung des Gehirns eines Säuglings unter positiven Bedingungen und zeigt dann auf, wie ungünstige Umstände für das sich entwickelnde Kind die Struktur des sich entwickelnden Gehirns verändern können. Es wird argumentiert, dass das Konzept der Bindung sowohl ein physischer als auch ein psychologischer Prozess ist, der ein Kind dazu prädisponieren kann, in späteren kritischen Phasen seiner Entwicklung verletzlich zu sein: während der Entwicklung der sexuellen Schablone und später während der Pubertät und Adoleszenz.
Unsichere Bindungen bilden Verhaltensweisen, die sich auch in erwachsenen Liebesbeziehungen fortsetzen und zu ko-abhängigen Beziehungen, häuslicher Gewalt und manchmal zu Psychopathologie führen können. Die Zerstörung der sexuellen Schablone zu kritischen Zeitpunkten kann dazu führen, dass Menschen sexuelle Paraphilien entwickeln, und kann zu Sexualstraftaten führen. Gewalt, Stalking, Sexualstraftaten gegen Erwachsene und Kinder sowie Internetpornografie werden eingehend erörtert. Es wird argumentiert, dass zwar nicht alle missbrauchten Kinder zu Sexualstraftätern heranwachsen, dass aber praktisch alle Sexual- und Gewaltstraftäter eine sehr ungünstige Kindheit hatten und dass das Strafrechtssystem diesen Zusammenhang aus den Augen verloren hat.