Bewertung:

Der Roman „Der verrückte Hutmacher“ erzählt die ergreifende Geschichte von Christopher Brooke, einem Mann, dessen Pazifismus dazu führt, dass er während des Zweiten Weltkriegs interniert wird, was tiefgreifende Auswirkungen auf seine Familie hat. Das Buch behandelt Themen wie politische Ideale, die Auswirkungen des Krieges auf das Familienleben und die psychologischen Kämpfe des Protagonisten und seiner Angehörigen. Es fängt die atmosphärische Spannung der damaligen Zeit und den tragischen Niedergang eines einst privilegierten Mannes wirkungsvoll ein und bietet eine reichhaltige Erzählung, in der auch zeitgenössische Themen mitschwingen.
Vorteile:Der Schreibstil ist exquisit, mit gut gezeichneten, komplexen Charakteren und einer fesselnden Handlung, die emotional packend ist. Der Schauplatz des Zweiten Weltkriegs wird detailliert und eindringlich geschildert. Viele Rezensenten bemerkten, dass das Buch zum Nachdenken anregt und zum Nachdenken über historische und moderne gesellschaftliche Themen anregt.
Nachteile:Einige Leser empfanden das Buch als zu lang, überladen mit belanglosen Details und zuweilen überwältigend in seinen schweren Themen. Einige fühlten sich bezüglich des Untertitels und des politischen Kontextes verloren und meinten, der historische Hintergrund hätte deutlicher sein können.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Mad Hatter, Volume 164
Als Christopher Brooke im Juni 1940 nach der Verordnung 18B verhaftet wird, beginnt ein langsamer Prozess des persönlichen Zerfalls, der seine Familie unwiderruflich in Mitleidenschaft zieht.
Das irische Bauernmädchen Mary Byrne wird als Haushälterin für den Brooke-Haushalt eingestellt und erweist sich als scharfe Beobachterin des täglichen Lebens von Cynthia Brooke und ihren drei Kindern. Doch als Mary nach Christophers Entlassung aus der Internierung schockierenderweise aus dem Haus geworfen wird, übernimmt die 15 Monate alte Katie - die während eines Hafturlaubs gezeugt wurde und nun im Erwachsenenalter spricht - die Rolle der Erzählerin.
Ausgehend von der politischen Vorkriegszeit in Ishiguros The Remains of the Day (Der Rest des Tages) taucht Mad Hatter in das Leben der Briten während des Krieges ein und verfolgt es bis in die Nachkriegszeit in einer verstörenden, aber letztlich transzendenten Geschichte über die Suche einer Tochter nach der Familiengeschichte. Mad Hatter zeichnet das allmähliche Auseinanderbrechen einer Ehe und das Zusammenziehen ihrer Kinder in den Verwüstungen des Nachkriegs-Englands nach, während sich die Geschichte der Familie Brooke unaufhaltsam auf ein tragisches Ende zubewegt, bei dem Mary Byrne noch einmal von der Familie umarmt wird, allerdings auf höchst überraschende Weise.