Bewertung:

Das Buch wird für seine aufschlussreiche Erforschung der narrativen Ethik im Kontext von Krankheit gelobt und erhält Lob für seine fesselnde Schreibe und seinen zum Nachdenken anregenden Inhalt. Viele Rezensenten halten es für unverzichtbar für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind oder mit Krankheit zu tun haben. Einige bemängeln jedoch die Zugänglichkeit späterer Kapitel und stellen Probleme mit der Druckqualität fest.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und fesselnd
⬤ bietet tiefe Einblicke in Krankheitsgeschichten
⬤ gilt als unverzichtbare Lektüre für Gesundheitsdienstleister
⬤ humorvoll und zum Nachdenken anregend
⬤ unterstützt persönliche Geschichten und Heilung
⬤ Aktualisierungen sind für die Leser von Vorteil.
⬤ Spätere Kapitel können akademischen Jargon verwenden, was sie weniger zugänglich macht
⬤ es wurde über Probleme mit der Druckqualität berichtet, mit verblasstem Text an einigen Stellen
⬤ einige Leser fanden den Autor übermäßig wortreich oder selbstverliebt.
(basierend auf 19 Leserbewertungen)
The Wounded Storyteller: Body, Illness, and Ethics, Second Edition
Seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1995 hat The Wounded Storyteller einen einzigartigen Platz in der Literatur über Krankheiten eingenommen. Als kollektives Porträt einer so genannten "Remissionsgesellschaft" von Menschen, die an einer Krankheit oder Behinderung leiden, und als überzeugende Analyse ihrer Geschichten in einem größeren Rahmen der Erzähltheorie hat Arthur W. Franks Buch eine große und vielfältige Leserschaft erreicht, darunter Kranke, Mediziner und Wissenschaftler der Literaturtheorie.
Auf der Grundlage der Arbeiten von Autoren wie Oliver Sacks, Anatole Broyard, Norman Cousins und Audre Lorde sowie von Menschen, die er in den Jahren, die er in verschiedenen Krankheitsgruppen verbrachte, kennenlernte, erzählt Frank eine mitreißende Sammlung von Krankheitsgeschichten, die von den bekanntesten - Gilda Radners Kampf mit Eierstockkrebs - bis zu den privaten Zeugnissen von Menschen mit Krebs, chronischem Erschöpfungssyndrom und Behinderungen reichen. Ihre Geschichten sind mehr als Berichte über persönliches Leid: Sie sind voller moralischer Entscheidungen und weisen auf eine soziale Ethik hin.
In dieser neuen Ausgabe fügt Frank ein Vorwort hinzu, in dem er die persönliche und kulturelle Situation beschreibt, in der die erste Ausgabe geschrieben wurde. In seinem neuen Nachwort erweitert er die Argumentation des Buches erheblich, indem er über das Erzählen von Geschichten und Erfahrungen, andere Formen der Krankheitserzählung und eine Version der Hoffnung schreibt, die sowohl realistisch als auch erstrebenswert ist. Indem er sowohl über sein eigenes Leben während der Entstehung der ersten Ausgabe als auch über die Schlussfolgerungen des Buches selbst nachdenkt, erinnert uns Frank an die Kraft des Geschichtenerzählens als Weg zum Verständnis unseres eigenen Leidens.