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The Transformation of the Irish Church in the Twelfth Century
Erste umfassende Studie über die Art und Weise, wie sich die irische Kirche im zwölften Jahrhundert als Reaktion auf Reformbewegungen aus Europa radikal veränderte.
Im zwölften Jahrhundert vollzog sich ein weitreichender Wandel in der irischen Kirche, der eine regionale Ausprägung einer umfassenderen gesamteuropäischen Reformbewegung war. Dieses Buch, das erstmals eine umfassende Darstellung dieses Wandels bietet, löst sich von der bisherigen Konzentration auf die Umstrukturierung der irischen Diözesen und der bischöflichen Autorität sowie auf die Einführung kontinentaler klösterlicher Observanzen, um die Diskussion zu erweitern. Sie zeigt die Veränderungen in der religiösen Kultur auf, die sowohl von den Laien als auch vom Klerus erlebt wurden, und berücksichtigt die besonderen irischen Erfahrungen im größeren europäischen Kontext.
Die universellen Ideale, die von den kontinentalen Reformbefürwortern mit zunehmender Klarheit definiert wurden, führten zu einer Reihe von Initiativen irischer Kirchenmänner, die darauf abzielten, die Reformideologie innerhalb der klerikalen Kreise zu verbreiten und sie auch an die Laiengesellschaft weiterzugeben, auch wenn sie sich, wie anderswo auch, in der Praxis oft als schwer umsetzbar erwies. Ungeachtet der Hindernisse, denen sich die reformorientierten Geistlichen gegenübersahen, kann ihr aufrichtiges Anliegen, die irische Kirche und Gesellschaft zu verändern, nicht bezweifelt werden, und dies wird durch eine Reihe von bisher unerschlossenen Quellen belegt, auf die sich dieser Band stützt.
Marie Therese Flanagan ist Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Queen's University of Belfast.