Bewertung:

Die Rezensionen heben eine Mischung aus Stärken und Schwächen des Buches hervor und konzentrieren sich auf seine Tiefe, historische Relevanz und Organisation. Es bietet einen umfassenden Überblick über die moderne Rechtsgeschichte, insbesondere über den Übergang vom Klassizismus zum Progressivismus, was es zu einer wertvollen Quelle für Jurastudenten macht. Allerdings wird das Buch als schwerfällig und gelegentlich unorganisiert empfunden, mit einigen übermäßig ausführlichen Abschnitten.
Vorteile:⬤ Ausführliche Darstellung der modernen Rechtsgeschichte
⬤ erörtert effektiv die Entwicklung des juristischen Denkens
⬤ wertvoll für Jurastudenten
⬤ bietet einen historischen Kontext, der in den Standardlehrplänen für Jura fehlt
⬤ klar und kohärent geschrieben.
⬤ Schwer und potenziell schwerfällig
⬤ einige Abschnitte sind übermäßig langatmig und es fehlt an Organisation
⬤ kann Fluff haben, der von den Hauptargumenten ablenkt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Transformation of American Law, 1870-1960: The Crisis of Legal Orthodoxy
Als der erste Band von Morton Horwitz' monumentaler Geschichte des amerikanischen Rechts 1977 erschien, wurde er von allen Seiten als eines der bedeutendsten Werke der amerikanischen Rechtsgeschichte gelobt. The New Republic nannte es ein "äußerst wertvolles Buch". Library Journal lobte es als "brillant" und "überzeugend". Und Eric Foner schrieb in The New York Review of Books, dass "die darin aufgeworfenen Fragen für das Verständnis des Amerikas des neunzehnten Jahrhunderts unverzichtbar sind." Es wurde mit dem begehrten Bancroft Prize in American History ausgezeichnet und ist seitdem zur Standardquelle für das amerikanische Recht in der Zeit zwischen 1780 und 1860 geworden. Nun legt Horwitz mit The Transformation of American Law, 1870 to 1960 die lang erwartete Fortsetzung vor, mit der er seine umfassende Geschichte abschließt.
In seinem bahnbrechenden ersten Band zeigte Horwitz, wie wirtschaftliche Konflikte dazu beitrugen, das Recht im Amerika der Vorkriegszeit zu verändern. Hier knüpft Horwitz an seinen ersten Band an und zeichnet den Kampf im amerikanischen Recht zwischen der festgefahrenen Rechtsorthodoxie und der progressiven Bewegung nach, die als Reaktion auf die immer größer werdende soziale und wirtschaftliche Ungleichheit entstand. Horwitz macht uns mit den Menschen und Ereignissen bekannt, die diesen Kampf zwischen der alten und der neuen Ordnung angeheizt haben. Wir nehmen an Lochner gegen New York im Jahr 1905 teil - wo die neuen Denker versuchten, die orthodoxen Ansprüche auf die Autonomie des Rechts zu untergraben - und beobachten, wie sich das progressive Denken erstmals herauskristallisiert. Wir lernen Oliver Wendell Holmes, Jr. kennen und erkennen den Einfluss seiner prägnanten Ideen auf die Umgestaltung des Rechts in Amerika. Wir erleben den Höhepunkt der progressiven Herausforderung der Orthodoxie mit dem Aufkommen des Rechtsrealismus in den 1920er und 30er Jahren, einer Bewegung, die eng mit anderen intellektuellen Trends der Zeit verbunden war. Und als sich die Nachkriegsereignisse entfalten - der Aufstieg von.
Der Totalitarismus im Ausland, der in unserem Land grassierende McCarthyismus, die erstaunlich feindselige akademische Reaktion auf Brown v. Board of Education - wir begreifen, dass die progressive Bewegung lebendig war und die Wurzeln der rechtlichen Debatten bildete, mit denen wir heute noch konfrontiert sind, anstatt sich selbst zu zerstören, wie einige Historiker behauptet haben.
Das Vermächtnis der Progressiven, das in diesem Band zum Leben erweckt wird, ist ein dauerhaftes Vermächtnis, das uns auch nach fast einem Jahrhundert amerikanischen Lebens noch beredt anspricht. Indem er seine Geschichte erzählt, schafft Horwitz ein Gleichgewicht zwischen einer traditionellen Geschichtsinterpretation einerseits und einem Ansatz, der von der neuesten historischen Theorie geprägt ist, andererseits. Horwitz' reichhaltiger Blick auf die amerikanische Geschichte - aus einer Vielzahl von Perspektiven betrachtet - ist in der Tat im gleichen Geist wie die progressiven Angriffe auf eine Orthodoxie unternommen, die das Recht für eine objektive, neutrale Einheit hielt.
The Transformation of American Law" ist ein Buch, das mit Sicherheit das bisherige Denken über die Ursprünge und die Entwicklung des Rechts in unserem Land revidieren wird. Für jeden, der die Struktur des amerikanischen Rechts - oder Amerikas selbst - verstehen will, ist dieser Band unverzichtbar.