Bewertung:

The Change ist ein fesselnder Erinnerungsroman von Lori Soderlind, der ihre Reise durch den amerikanischen Rostgürtel beschreibt, während sie sich mit ihrer eigenen Midlife-Crisis auseinandersetzt. Die Autorin verbindet persönliche Überlegungen mit soziokulturellen Beobachtungen der im Niedergang begriffenen Industriestädte Amerikas und schafft so eine ebenso intime wie aufschlussreiche Erzählung. Ihr Schreibstil zeichnet sich durch Humor und einen warmen, gesprächigen Ton aus, der das Buch sympathisch und fesselnd macht.
Vorteile:Das Buch ist wunderschön geschrieben und fängt sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Veränderungen ein. Soderlinds journalistische Fähigkeiten bereichern die Erzählung und verleihen ihren Beobachtungen Tiefe. Der Humor und die einfühlsame Herangehensweise der Autorin machen den Inhalt zugänglich und unterhaltsam. Die Leserinnen und Leser schätzen die aufschlussreichen Kommentare zum Niedergang der Kleinstädte und die Erkundung persönlicher Themen im Zusammenhang mit dem Älterwerden und der romantischen Liebe.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser könnten die Thematik als schwer empfinden, da sie sich mit Themen des Verfalls und des Niedergangs befasst. Einige Rezensenten erwähnten, dass die persönliche Reise des Autors zwar fesselnd ist, aber manchmal die breiteren gesellschaftlichen Diskussionen überschattet.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
The Change: My Great American, Postindustrial, Midlife Crisis Tour
Lori Soderlind steckt in einer klassischen Midlife-Crisis und nimmt eine Auszeit von ihrem Job als Journalismus-Professorin an einem Community College.
Mit ihrem vierzehnjährigen Hund Colby und einem gebrauchten Wohnwagen macht sie sich auf, das rostige Herz Amerikas zu durchqueren. Mit Zwischenstopps in Orten wie Buffalo und Rockford erkundet sie ein zutiefst konfliktreiches Land, das seine eigenen Krisen und Veränderungen durchlebt.
Selbst wenn sie mit ihren eigenen Impulsen kämpft, findet sie Leben und Widerstandskraft in den scheinbar verlassenen Artefakten des einstigen industriellen Ruhms. Mit Menschlichkeit und Humor stellt Soderlind auf ihrer Reise schrullige Menschen vor, darunter Swannie Jim aus Silo City und seinen rehbraunen Pitbull, Champ. Sie versucht, sich an der muckraking-Journalistin Ida M.
Tarbell zu orientieren, und feiert komplizierte Charaktere, darunter Robert De Niros Veteran mit gebrochenem Herzen in The Deer Hunter. Letztlich ist The Change eine Romanze - über Soderlinds Liebe zu Amerika, ihren Hund, den langjährigen Partner, den sie zurückgelassen hat, und die Jugendliebe, an die sie sich mit einem großen, schmerzenden Kloß im Hals erinnert - und bietet gewagte und oft urkomische Einblicke in Verlust und Akzeptanz, vor allem, wenn es eine Weile dauert, bis man sie erreicht.