Bewertung:

In den Rezensionen zu Jerome Millers Buch werden die philosophischen Perspektiven auf die Entwicklung von Erwachsenen hervorgehoben, wobei die Reise durch das Leiden zur Selbstverwirklichung betont wird. Die Leser finden es aufschlussreich und transformativ, räumen aber ein, dass es einige Vorkenntnisse in Psychologie und Philosophie voraussetzt.
Vorteile:⬤ Bietet eine einzigartige philosophische Perspektive auf die Entwicklung von Erwachsenen.
⬤ Aufschlussreicher und zum Nachdenken anregender Inhalt.
⬤ Ermutigt zur Selbstverwirklichung und zu einem tieferen Verständnis des persönlichen Leidens.
⬤ Lebendig geschrieben, mit vielen Details, die den Leser fesseln.
⬤ Kann für diejenigen, die keinen Hintergrund in Philosophie oder Psychologie haben, schwierig zu lesen und zu verstehen sein.
⬤ Setzt voraus, dass der Leser eine gewisse Erfahrung in Tiefenpsychologie oder Philosophie hat, was die Zugänglichkeit einschränken kann.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Way of Suffering: A Geography of Crisis
Dieses Buch kann am besten als eine ausgedehnte Meditation über das Leiden beschrieben werden, phänomenologisch in der Methode und dialektisch in der Sichtweise. Der Blickwinkel, den der Autor einnimmt, ist eher der einer moralischen Selbstprüfung als der einer konventionellen wissenschaftlichen Untersuchung, und sein Ziel ist es, eine grundlegende Behauptung unserer Kultur, von Aischylos bis Solschenizyn, zu durchdenken und zu bewerten: dass das Leiden der größte spirituelle Lehrer ist.
Um das Argument näher zu bringen, konzentriert sich Professor Miller auf die Erfahrung der Krise als Unterminierung unserer Versuche, um jeden Preis die Kontrolle über unser Leben zu behalten. Dies führt ihn dazu, Themen wie die Natur der Verletzlichkeit, den Unterschied - wie von Heidegger skizziert - zwischen gewöhnlicher Angst und metaphysischem Schrecken, die gewöhnliche Vermeidung des Leidens und die heroische Bereitschaft, es zu umarmen, zu erörtern, die von Nietzsches Also sprach Zarathustra veranschaulicht wird.
Aber dies ist ein philosophischer Essay, keine historische Monographie, und Millers Ziel ist es, den Leser immer tiefer in das Herz der Krise zu führen, wo all unsere Illusionen über Kontrolle wegfallen und wir gezwungen sind, uns wie Ödipus der härtesten aller Realitäten zu stellen: dass sogar unsere Existenz nicht etwas ist, das wir als unsere eigene beanspruchen können. Hier, und nur hier, so Miller, kann und muss die Frage der religiösen Bekehrung ernsthaft angegangen werden.
Dies ist ein anspruchsvolles Buch, das ebenso erheiternd wie schonungslos die Ausflüchte und Doppelzüngigkeiten entlarvt, mit denen wir unser tägliches Leben abstützen. Der verstorbene William F. Lynch, SJ, Autor von Christus und Apollo, nannte es "eine zutiefst moralische Studie des Menschen". Wenn Sie es lesen, riskieren Sie, Ihr Leben zu verändern.