Bewertung:

Das Buch „Road to Turkish Presence in Anatolia“ gibt einen detaillierten Überblick über die Schlachten zwischen den byzantinischen und seldschukischen Armeen, wobei der Schwerpunkt auf der Schlacht von Manzikert liegt. Obwohl das Buch eine klare Erzählung und effektive Schlachtenbeschreibungen bietet, wurde es für seinen Mangel an Tiefe und analytischem Inhalt sowie für seine manchmal unzusammenhängende Struktur kritisiert. Die Leser schätzen die Karten und taktischen Details, wünschen sich aber einen zusammenhängenderen und umfassenderen historischen Kontext.
Vorteile:⬤ Klare und gut recherchierte Schlachtenbeschreibungen
⬤ informative Karten und Diagramme
⬤ guter einführender Überblick über die byzantinische und islamische Kriegsführung
⬤ ansprechender Schreibstil
⬤ für Hobbyhistoriker geeignet
⬤ bietet visuellen Kontext ähnlich wie Dokumentarfilme.
⬤ Fehlt es an Tiefe und analytischem Inhalt
⬤ manchmal unzusammenhängende Struktur
⬤ kann den Eindruck erwecken, dass der Fokus eng auf den militärischen Konflikt auf Kosten des breiteren historischen Kontextes liegt
⬤ einige Schlachten werden übermäßig beschrieben, ohne ausreichende Verbindung zum Hauptthema
⬤ die Folgen von Manzikert werden zu wenig untersucht.
(basierend auf 23 Leserbewertungen)
Road to Manzikert: Byzantine and Islamic Warfare, 527-1071
Nützlicher Überblick über die politisch-militärischen Beziehungen zwischen Byzanz und der islamischen Welt (Araber und dann Seldschuken) ab dem 6.
Im August 1071 führte der byzantinische Kaiser Romanus IV. Diogenes ein starkes Heer an, um die Einfälle der Seldschuken in das anatolische Kernland des Reiches zurückzuschlagen. Romanus wurde vom türkischen Sultan Alp Arslan ausmanövriert und war gezwungen, mit nur der Hälfte seiner Truppen in der Nähe von Manzikert in die Schlacht zu ziehen. Am Ende dieses schicksalhaften Tages war ein Großteil des byzantinischen Heeres tot, der Rest in der Flucht versprengt und der Kaiser selbst in Gefangenschaft.
Infolgedessen wurde dem Reich das anatolische Herz herausgerissen und es wurde entscheidend geschwächt, während die türkische Macht sich rasch ausbreitete, was schließlich zu byzantinischen Hilferufen an Westeuropa führte und so den ersten Kreuzzug auslöste. Dieses Buch stellt die Schlacht in den Kontext der Militärgeschichte des Byzantinischen Reiches und der islamischen Welt (Araber und Seldschuken) bis zum entscheidenden Gefecht bei Manzikert im Jahr 1071, wobei der Schwerpunkt auf den Ursprüngen, dem Verlauf und dem Ergebnis dieser Schlacht liegt. Die Zusammensetzung, Bewaffnung und Taktik der sehr unterschiedlichen gegnerischen Heere werden analysiert. Das letzte Kapitel widmet sich der Bewertung der Auswirkungen von Manzikert auf die strategische Position des Byzantinischen Reiches in Anatolien und der Rolle der Schlacht als causus belli für die Kreuzzüge. Dutzende von Karten und Schlachtdiagrammen unterstützen den klaren Text.