Bewertung:

Die Rezensionen zeichnen ein gemischtes Bild von Alain Daniélous Memoiren. Sie heben seine fesselnden Einblicke in die indische Kultur und Musik hervor, kritisieren aber auch seine wütenden und oft vorurteilsbehafteten Ansichten über verschiedene Personen und Religionen. Die Memoiren werden sowohl als faszinierend als auch als frustrierend beschrieben, wobei die Leser die Tiefe seines Wissens zu schätzen wissen und sich gleichzeitig mit seinen kontroversen Ansichten auseinandersetzen.
Vorteile:⬤ Wunderschön geschrieben
⬤ faszinierende Einblicke in die indische Kultur, das tägliche Leben und die Musik
⬤ fesselnde Erzählung der Abenteuer eines wahren Gentleman
⬤ bietet eine einzigartige Perspektive auf historische und kulturelle Persönlichkeiten
⬤ enthält Geistesblitze
⬤ liefert Hintergrundinformationen zur schiitischen Tradition.
⬤ Vorurteile und bissige Bemerkungen gegen zahlreiche religiöse Persönlichkeiten
⬤ oft respektloser und ätzender Ton
⬤ kann als elitär und selbstgefällig empfunden werden
⬤ emotionales Temperament lenkt von der Gesamtaussage ab
⬤ einige Leser finden Teile des Buches schmerzhaft oder fesselnd, aber problematisch
⬤ der englischen Ausgabe fehlen zusätzliche Inhalte der französischen Version.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
The Way to the Labyrinth: Memories of East and West
Alain Dani lou war ein begabter Pianist, Tänzer, Spieler der indischen V n, Maler, Sprachwissenschaftler und Übersetzer, Fotograf und Weltreisender. Zu diesen Errungenschaften hat er Der Weg zum Labyrinth hinzugefügt, das von Marie-Claire Cournand ins Englische übersetzt wurde.
Dani Lou stammt aus einer hochbürgerlichen französischen Familie - seine Mutter war eine glühende Katholikin, sein Vater ein antiklerikaler Linkspolitiker, sein älterer Bruder ein Kardinal - und verbrachte eine einsame Kindheit. Er entflieht seinem familiären Umfeld und geht nach Paris, wo er sich in avantgardistischen, bohèmehaften und sexuell befreiten Kreisen bewegt, zu denen Cocteau, Diaghilev, Max Jacob und Maurice Sachs gehören. Doch so sehr er sich auch in die verschiedenen Aktivitäten stürzte, er spürte, dass ihn ein anderes Schicksal erwartete.
Nach einer Reihe von Reisen, von denen einige sehr abenteuerlich waren, fand er seine wahre Heimat in Indien. Er verbrachte dort zwanzig Jahre, fünfzehn davon in Benares am Ufer des Ganges.
Dort vertiefte er sich in das Studium des Sanskrit, der hinduistischen Philosophie, der Musik und der Kunst der alten Tempel Nordindiens und konvertierte zur hinduistischen Religion. Doch die Zeiten änderten sich, und bald nachdem Indien seine Unabhängigkeit erlangt hatte, kehrte er nach Europa zurück und widmete einen Großteil seiner großen Energie der Förderung der traditionellen Musik aus aller Welt.