Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
The Objectionable Li Zhi: Fiction, Criticism, and Dissent in Late Ming China
Der ikonoklastische Gelehrte Li Zhi (1527-1602) war eine zentrale Figur in der kulturellen Welt der späten Ming-Dynastie. Seine provokanten und umstrittenen Worte und Handlungen prägten die Druckkultur, die literarische Praxis, die Einstellung zu den Geschlechtern und die Ansichten über den Buddhismus und das Leben nach dem Tod. Obwohl seine Schriften verboten waren, wurden sie nie vollständig unterdrückt, da sie Themen von vitaler Bedeutung für Generationen von Lesern aufgriffen. Seine prägnanten Äußerungen sowie die emotionale Intensität und rhetorische Kraft, mit der er sie vortrug, machten ihn zu einer Ikone seiner kulturellen Epoche und zu einem Sinnbild für den intellektuellen Dissens im China der frühen Neuzeit.
In diesem Band zeigen führende Chinawissenschaftler die Zusammenhänge zwischen den scheinbar diskreten Aspekten von Li Zhis Denken auf und betonen seinen weitreichenden Einfluss auf seine Zeitgenossen und Nachfolger. Dabei stellen sie den Mythos in Frage, dass es im vormodernen China keine Tradition der Dissidenz gab.
Die Open-Access-Veröffentlichung dieses Buches wurde durch ein Stipendium der James P. Geiss and Margaret Y. Hsu Foundation ermöglicht.