Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Studie über Johann Wolfgang von Goethes Naturphilosophie und konzentriert sich dabei auf weniger erforschte Konzepte wie Polarität, Intensivierung, Kompensation und Wettbewerb. Die Autorin, Astrida Orle Tantillo, liefert eine klare und aufschlussreiche Analyse, die Goethes wissenschaftliche und literarische Werke miteinander verbindet und komplexe Ideen für den Leser zugänglich und interessant macht.
Vorteile:⬤ Eingehende Analyse von Goethes weniger bekannten Ideen.
⬤ Klarheit und Organisation des Textes.
⬤ Spannende Diskussionen, die wissenschaftliche Konzepte mit Literatur verbinden.
⬤ Weckt die Neugier und ermutigt zum eigenständigen Forschen und Experimentieren.
⬤ Ein wertvoller Ausgangspunkt für alle, die sich für Goethes Naturphilosophie interessieren.
⬤ Es fehlt eine detaillierte Auseinandersetzung mit einigen Aspekten von Goethes Wissenschaft.
⬤ Bietet keine konkreten Anregungen, um Goethes Erkenntnisse weiter zu entwickeln.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Will To Create: Goethe's Philosophy of Nature
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), der vor allem als Dichter und Dramatiker bekannt ist, war auch ein gelehrter Philosoph und Naturwissenschaftler. Astrida Orle Tantillo bietet die erste umfassende Analyse seiner Naturphilosophie, die ihrer Meinung nach in der Kreativität verwurzelt ist.
Tantillo analysiert Goethes wichtigste naturwissenschaftliche Texte, darunter seine Arbeiten zur Physik, Botanik, vergleichenden Anatomie und Metereologie. Sie setzt sich kritisch mit seinen Versuchen auseinander, die Grundprinzipien der Newtonschen und Cartesianischen Wissenschaft in Frage zu stellen und eine neue Naturphilosophie zu begründen. In einzelnen Kapiteln, die sich mit verschiedenen Schlüsselprinzipien befassen, zeigt sie, wie diese Naturphilosophie - die den Rationalismus, den quantitativen Ansatz wissenschaftlicher Untersuchungen, strenge Geschlechterkategorien und die Möglichkeit wissenschaftlicher Objektivität in Frage stellt - Goethes Stellung als Vorläufer und Kritiker der Moderne beleuchtet.
Tantillo setzt keine Vorkenntnisse über Goethe oder die Wissenschaft voraus und vermeidet sorgfältig einen übermäßigen Rückgriff auf den Fachjargon. Dadurch wird Der Wille zur Schöpfung für ein breites Publikum zugänglich, darunter Philosophen, Wissenschaftshistoriker und Literaturtheoretiker, aber auch allgemeine Leser.