
The Second World War in the Twenty-First-Century Museum
Der Zweite Weltkrieg ist in der gegenwärtigen Erinnerungsdebatte omnipräsent. Während der Krieg aus der lebendigen Erinnerung verblasst, analysiert diese Studie erstmals systematisch, wie Museen des Zweiten Weltkriegs prototypischen Besuchern ermöglichen, die Vergangenheit zu verstehen und zu erleben.
Sie analysiert zwölf Dauerausstellungen in Europa und Nordamerika - darunter das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden, das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig, das Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel, die Imperial War Museums in London und Manchester sowie das National WWII Museum in New Orleans -, um zu zeigen, wie Museen das kulturelle Gedächtnis reflektieren und prägen und welche kognitiven, ethischen, emotionalen und ästhetischen Potenziale und Auswirkungen sie haben. Dazu gehört auch die Erörterung von Darstellungen von Ereignissen wie dem Holocaust und der Luftkriegsführung.
In Bezug auf Erzählung, Erinnerung und Erfahrung entwickelt die Studie das Konzept der Experientialität (auf einer gleitenden Skala zwischen mimetischen und strukturellen Formen), das eine neue textuell-räumliche Methode für die Lektüre von Ausstellungen und das Verständnis der Erfahrungen historischer Individuen und Kollektive bietet. Es wird ergänzt durch Konzepte wie transnationales Gedächtnis, Empathie und Ermutigung zu kritischem Denken durch schwieriges Wissen.