Bewertung:

Margo Sheas „Derry City“ untersucht die Auswirkungen systematischer Diskriminierung auf eine religiöse Minderheit in Derry, zeigt aber auch die Widerstandsfähigkeit und das Streben nach Freiheit und Gleichheit inmitten von Widrigkeiten. Das Buch wird als bewegend und zum Nachdenken anregend beschrieben und bietet eine tiefgreifende Reflexion über die Identität der Gemeinschaft in schwierigen Zeiten.
Vorteile:Das Buch wird für seine kraftvolle Erzählweise, das schöne Cover und die Art und Weise gelobt, wie es historische und aktuelle Themen der Diskriminierung beleuchtet. Es fängt die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft ein und regt zum Nachdenken über Identität und Freude inmitten von Notlagen an.
Nachteile:In den Rezensionen werden keine expliziten Nachteile genannt, aber einige Leser könnten die Themen der systemischen Diskriminierung und der historischen Herausforderungen als schwer oder schwierig empfinden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Derry City: Memory and Political Struggle in Northern Ireland
Derry ist die zweitgrößte Stadt Nordirlands und hat seit 1850 eine katholische Mehrheit.
Sie war Zeuge einiger der wichtigsten Ereignisse der Bürgerrechtsbewegung und der Unruhen. Derry City untersucht das katholische Derry von der Jahrhundertwende bis zum Ende der 1960er Jahre und dem Beginn der Unruhen.
Margo Shea zeichnet die Beziehungen zwischen dem Gedächtnis der Gemeinschaft und dem historischen Wandel nach und liefert eine reichhaltige und nuancierte Darstellung der kulturellen, politischen und sozialen Geschichte von Derry, die sich auf Archivrecherchen, mündliche Überlieferungen, Landschaftsanalysen und den öffentlichen Diskurs stützt. Mit Blick auf die Erinnerungen, die Katholiken kultivierten und pflegten, aber auch auf die, die sie anzweifelten, beleuchtet sie das Selbstverständnis der Katholiken von Derry und ihre irische kulturelle und politische Identität in den Jahrzehnten, in denen Home Rule, die Teilung und vier bedeutende politische Neuaufteilungen stattfanden, die darauf abzielten, die politischen Mehrheiten der Unionisten in der überwiegend katholischen und nationalistischen Stadt zu erhalten. Shea verwebt lokalgeschichtliche Quellen, kommunale Folklore und politische Diskurse miteinander, um zu zeigen, wie Menschen inmitten politischer und kultureller Konflikte ihre Handlungsfähigkeit bewahren.
Das Buch lädt dazu ein, die Entstehung der Unruhen neu zu überdenken und die Diskussionen über das "Problem" der irischen Erinnerung neu zu gestalten. Das Buch ist von Interesse für alle, die sich für Derry interessieren, sowie für Studenten und Wissenschaftler, die sich mit Erinnerung, moderner und zeitgenössischer britischer und irischer Geschichte, öffentlicher Geschichte, der Geschichte der Kolonisierung und populärer Kulturgeschichte beschäftigen.