Bewertung:

Das Buch bietet wertvolle Einblicke in die Beziehung zwischen Design, Innovation und Behinderung. Es wird für seinen Tiefgang und die Art und Weise geschätzt, wie es Designer dazu herausfordert, ihre Ansätze zu überdenken, insbesondere im Bereich der Hilfstechnologien. Während viele Rezensionen den informativen Charakter und die Designqualität des Buches loben, finden einige es weniger ansprechend oder nur für akademische Zwecke geeignet.
Vorteile:⬤ Hervorragende Erforschung von Design und Behinderung
⬤ gut ausgewählte Beispiele
⬤ schön gestaltet
⬤ informativ für Designer
⬤ umfassend in der Abdeckung verschiedener Themen
⬤ ermutigt zu Innovationen
⬤ wertvoll für Studenten und Fachleute
⬤ hebt wichtige Überschneidungen in der Industrie hervor.
⬤ Manche finden es fade oder langweilig
⬤ wird als zu akademisch empfunden
⬤ bestimmte Informationen könnten veraltet sein
⬤ für Gelegenheitsleser nicht ansprechend
⬤ es wird kritisiert, dass es einer Forschungsarbeit ähnelt
⬤ manche Leser finden, dass es an praktischen Lösungen mangelt.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
Design Meets Disability
Wie Design für behinderte Menschen und Mainstream-Design sich gegenseitig inspirieren, provozieren und radikal verändern können.
Brillen haben sich von einer medizinischen Notwendigkeit zu einem modischen Accessoire gewandelt. Diese Revolution wurde durch die Übernahme der Designkultur der Modeindustrie erreicht. Warum sollte das Designbewusstsein nicht auch auf Hörgeräte, Prothesen und Kommunikationshilfen übertragen werden? Im Gegenzug kann eine Behinderung radikale neue Richtungen im Mainstream-Design hervorrufen. Die ikonischen Möbel von Charles und Ray Eames wurden von einer Beinschiene aus Formsperrholz inspiriert, die sie für verletzte und behinderte Soldaten entwarfen. Heutige Designer könnten sich in ähnlicher Weise von Behinderungen inspirieren lassen.
In Design Meets Disability zeigt uns Graham Pullin, wie sich Design und Behinderung gegenseitig inspirieren können. In der Arbeit der Eames gab es ein gesundes Spannungsverhältnis zwischen zielgerichteten Problemlösungen und spielerischen Erkundungen. Pullin gibt Beispiele dafür, wie Design und Behinderung heute zusammenkommen können. Warum, so fragt er, sollten Hörgeräte nicht genauso modisch sein wie Brillen? Welche neuen Formen der Beschilderung in Blindenschrift könnten sich durchsetzen, wenn Designer sowohl sehende als auch sehbehinderte Menschen im Auge behalten würden? Können einfache Designs die Notwendigkeit komplizierter Zugänglichkeitsmerkmale vermeiden? Können aufkommende Designmethoden wie "Experience Prototyping" und "Critical Design" klinische Studien ergänzen?
Pullin präsentiert auch eine Reihe von Interviews mit führenden Designern über spezifische Designprojekte für Menschen mit Behinderungen, darunter Tritthocker für Menschen mit eingeschränktem Wachstum, Beinprothesen (und die Frage, ob sie sowohl ehrlich als auch schön gestaltet sein können) und Text-to-Speech-Technologie mit Sprachausgabe. Wenn Design auf Behinderung trifft, kann die Vielfalt der sich ergänzenden, ja sogar widersprüchlichen Ansätze beide Bereiche bereichern.