Bewertung:

Das Buch bietet einen prägnanten und informativen Überblick über die hessischen Einheiten, die am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teilnahmen, und konzentriert sich dabei auf ihre Organisation und Uniformen. Es eignet sich gut für Studenten des Konflikts und Wargamer, die nach Referenzen für das Bemalen von Miniaturen suchen. Es wird jedoch kritisiert, dass es keine taktischen Informationen oder Details über das Leben der Soldaten enthält.
Vorteile:Knappes Format, preiswert, gut recherchiert von einem maßgeblichen Autor, enthält eine Fülle nützlicher Details über die Organisation von Einheiten und Uniformen, ausgezeichnete Farbabbildungen, besonders hilfreich für Wargamers.
Nachteile:Begrenzt auf die Hessen aus Hessen-Kassel, es fehlen taktische und lebensgeschichtliche Details über die Soldaten, manche finden den Schreibstil nicht fesselnd, und einige Illustrationen entsprechen vielleicht nicht den Erwartungen.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
German Troops in the American Revolution (1): Hessen-Cassel
Dies ist eine sehr detaillierte Studie über die deutschen Hilfstruppen, die im Amerikanischen Revolutionskrieg für Großbritannien kämpften und sich auf vielen Schlachtfeldern einen hervorragenden Ruf erwarben.
Während des Amerikanischen Revolutionskriegs (1775-83) waren die deutschen Hilfstruppen ein wichtiger Bestandteil der britischen Kriegsanstrengungen. Etwa 30.000 deutsche Soldaten dienten in Nordamerika und setzten damit eine seit langem bestehende Beziehung zwischen Großbritannien und verschiedenen deutschen Fürstentümern fort. Diese Truppen wurden allgemein als Söldner bezeichnet, was bedeutet, dass sie ihre Dienste einzeln verkauften, aber in Wirklichkeit handelte es sich um reguläre Truppen, die von den Briten angeheuert wurden. Anfangs von der amerikanischen Bevölkerung gefürchtet, wurden die deutschen Truppen von ihren Gegnern hoch geachtet. Ihre Rolle in den Kämpfen sollte die Taktik und die Methoden einer Generation deutscher Offiziere prägen, die nach dem Krieg nach Europa zurückkehrten und von denen viele später in den französischen Revolutions- und napoleonischen Kriegen hohe Kommandos innehatten.
Der größte Teil der deutschen Truppen (12.000 Mann, einschließlich Artillerie und leichte Truppen, die berühmten J ger ) kam aus Hessen-Kassel. Als einziges deutsches Kontingent, das als Einheit unter eigenen Generaloffizieren eingesetzt wurde, waren sie nach dem Vorbild der Preußen Friedrichs des Großen gekleidet und ausgerüstet und wurden in ähnlicher Weise ausgebildet. Viele von ihnen hatten während des Siebenjährigen Krieges (1756-63) aktiven Dienst geleistet und dienten unter Berufsoffizieren; sie waren gut diszipliniert und kompetent, zeigten aber wenig offensichtliche Begeisterung für die britische Sache. Die Truppen von Hessen-Cassel nahmen an allen wichtigen Feldzügen des Konflikts teil, wobei die speziellen Fähigkeiten der J ger besonders gefragt waren. Diese umfassend illustrierte Studie untersucht die Organisation, das Aussehen, die Waffen und die Ausrüstung der hessisch-kasselischen Truppen, die im Amerikanischen Revolutionskrieg für König Georg kämpften.