
Dialogues as a Dynamic Framework for Logic
Die Dialogische Logik wurde Ende der 1950er Jahre von Paul Lorenzen vorgeschlagen und dann von Kuno Lorenz ausgearbeitet.
Der Grundgedanke des dialogischen Ansatzes der Logik, der von Wittgensteins "Bedeutung als Gebrauch" inspiriert ist, besteht darin, dass die Bedeutung logischer Konstanten durch die Normen oder Regeln für ihren Gebrauch gegeben ist; er bietet eine Alternative sowohl zur modelltheoretischen als auch zur beweistheoretischen Semantik. Der dialogische Ansatz zur Logik ist kein spezifisches logisches System, sondern ein regelbasierter semantischer Rahmen, in dem verschiedene Logiken entwickelt, kombiniert und verglichen werden können.
Tatsächlich begannen Shahid Rahman und Helge Rueckert 1997 damit, den Rahmen weit über die anfänglichen Arbeiten zur intuitionistischen und klassischen Logik hinaus zu entwickeln und den dialogischen Ansatz auf verschiedene nichtklassische Logiken anzuwenden. Das vorliegende Buch enthält einige der wichtigsten Arbeiten, mit denen diese Entwicklung begann.