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Poets on the Edge: Vicente Huidobro, Csar Vallejo, Juan Luis Martnez, and Nstor Perlongher
Poets on the Edge erforscht kritisch die Beziehung zwischen Poesie und ihrem Kontext anhand der Werke von vier lateinamerikanischen Dichtern: Der Chilene Vicente Huidobro (1898-1948), der Peruaner Cesar Vallejo (1893-1938), der Chilene Juan Luis Martinez (1943-1993) und der Argentinier Nestor Perlongher (1949-1992). Während Huidobro und Vallejo ihre Poetik im Kontext der weltweiten Konflikte und der Entstehung der historischen Avantgarde in der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts entwickeln, stellen Martinez und Perlongher ihr Werk in den Kontext der chilenischen bzw. argentinischen Diktatur und entwickeln unterschiedliche Strategien zur Überwindung der panoptischen Kontrollgesellschaften, die in den 1970er und 1980er Jahren installiert wurden. Martinez knüpft auf spielerische Weise an die Tradition der Avantgarde an, um der Zensur zu entgehen, und schlägt eine philosophische Poetik vor, um ein utopisches Projekt zu inszenieren, das auf die Neugestaltung des zerfallenen Hauses der Zivilisation abzielt.
Perlongher entfaltet seine eigentümliche neobarocke Sensibilität, um die komplexen lateinamerikanischen Identitäten neu zu gestalten, und gipfelt sein poetisches Projekt in zwei Sammlungen, die unter dem Einfluss von Zeremonien auf Ayahuasca-Basis geschrieben wurden. Poets on the Edge bietet dem Leser ein neues Verständnis des hybriden und kantigen Charakters der lateinamerikanischen Poetik und Subjektivität sowie der Entwicklung der spanischsprachigen Poesie im zwanzigsten Jahrhundert.