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The African Union: Autocracy, Diplomacy and Peacebuilding in Africa
Die Afrikanische Union war ein wichtiger Faktor bei der Schaffung von Frieden, Sicherheit und Entwicklung in Afrika. Heute hat das intranationale Gremium jedoch damit zu kämpfen, dass der Appetit auf die Unterstützung kontinentaler Institutionen zu schwinden scheint. Die Afrikanische Union, die früher unter dem Slogan "Afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme" als Allheilmittel für die anhaltenden Probleme Afrikas mit Gewalt und Korruption in der Gesellschaft galt, scheint, so die These dieses Buches, in die Jahre gekommen zu sein.
In der Erkenntnis, dass die messbaren Erfolge bei der politischen Emanzipation, die auf dem gesamten afrikanischen Kontinent zu verzeichnen sind, sich nicht in wirtschaftlichen und sozialen Gewinnen für seine 1,2 Milliarden Bürger niedergeschlagen haben, hat die AU einen neuen Entwicklungsrahmen mit der Bezeichnung "Agenda 2063" verabschiedet. Darin werden die afrikanischen Staats- und Regierungschefs aufgefordert, den ?panafrikanischen" Geist wiederzuentdecken und das von den Afrikanern gewünschte Afrika zu schaffen. In der Praxis bedeutet dies eine neue Ausrichtung und ein neues Engagement für die afrikanische Diaspora, um ihre starke Erfolgsbilanz bei der wirtschaftlichen Entwicklung zu nutzen. Wie dieses Buch zeigt, gibt es jedoch nach wie vor große Differenzen über die Bedeutung, den Zeitplan und die Abfolge der panafrikanischen Integration. In der Tat haben die verschiedenen Mitgliedstaaten unterschiedliche Auffassungen von der Rolle der Afrikanischen Union selbst.
Dieses wichtige Handbuch von einer der führenden Forschungseinrichtungen des Kontinents versucht aufzudecken, was einige dieser Erkenntnisse sind und warum das Einigungsprojekt so schwer zu erreichen ist.