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Nature's Altars: Mountains, Gender, and American Environmentalism
Von den alten Appalachen bis zur hohen Sierra - Berge waren für die Amerikaner schon immer ein Symbol für Wildnis. Susan Schrepfer entfaltet die Geschichte unserer Faszination für hohe Gipfel und zerklüftetes Gelände, um zu erzählen, wie die Berge eine dramatische Rolle bei der Gestaltung der amerikanischen Vorstellungen von Wildnis und ihrer Regulierung gespielt haben.
Indem sie Memoiren und Geschichten, Briefe und Tagebücher, frühe Fotos und alte Karten untersucht, vergleicht Schrepfer vor allem die Erzählungen von Männern und Frauen über das Bergsteigen, um zu zeigen, wie das Geschlecht die Wertschätzung von Männern und Frauen für die felsigen Höhen beeinflusste und wie ihre unterschiedlichen Wahrnehmungen zusammen die Bewegung zur Erhaltung der Wildnis für die Nation definierten. Insbesondere der Sierra Club machte die Mystik der amerikanischen Berge populär, und Schrepfer nutzt seine Geschichte, um eine umfassende Interpretation der Wahrnehmung der Wildnis und der nationalen Naturschutzpolitik des 20.
Schrepfer folgt Männern wie John Muir, dem Mitbegründer der Wilderness Society, Robert Marshall, und David Brower vom Sierra Club in die Berge - und findet sie häufig in Gesellschaft von Frauen. Sie erzählt, wie Bergsteigerinnen schon lange vor dem zwanzigsten Jahrhundert ihr Leben durch Abenteuer gestalteten, indem sie sich in Bergvereinen in den Appalachen engagierten und sich Männern als Mazamas" - Bergziegen - bei der Besteigung des Mount Hood in Oregon anschlossen.
Ausgehend von diesen Expeditionen untersucht Schrepfer, wie die Ideen, die Sprache und der Aktivismus der Frauen den amerikanischen Umweltschutz ebenso geprägt haben wie die der Männer, indem sie das "romantische Erhabene" in seine jeweiligen männlichen und weiblichen Komponenten zerlegt. Indem sie diese Geschichte bis zum Wilderness Act von 1964 zurückverfolgt, zeigt sie auch, wie das weibliche Erhabene in Form des Ökofeminismus und in Heldentaten wie der Besteigung des Annapurna durch Frauen im Jahr 1978 weiterhin floriert.
Indem sie erklärt, warum Frauen und Männer ihr Leben in diesen Landschaften riskierten, wie sie sie wahrnahmen und warum sie sie retten wollten, zeigt Schrepfer auch auf, wie Religion, soziale Klasse, ethnische Zugehörigkeit und Nationalität die Erfahrung der natürlichen Welt prägten. Voller fesselnder Geschichten, die ein neues Licht auf eine Geschichte werfen, die viele bereits zu kennen glauben, fügt ihr Buch den oft erzählten Annalen der Wildnis Subtilität und Nuancen hinzu und gibt dem Leser eine neue Perspektive auf die Wildnisbewegung und das Bergsteigen.