Bewertung:

Das Buch ist eine wunderschön geschriebene, vielschichtige Erzählung, die Elemente des Abenteuers und der fesselnden Charakterentwicklung verbindet. Es erforscht Themen des Geschichtenerzählens und die Erfahrungen gebrochener Individuen, während es gleichzeitig faszinierende historische Bezüge zum frühen Filmschaffen herstellt.
Vorteile:Fesselnder Schreibstil, skurrile und fesselnde Charaktere, faszinierende Einblicke in die Zeit vor dem Film und eine fesselnde Handlung, die den Leser von Anfang an in ihren Bann zieht.
Nachteile:Das Buch erfüllt vielleicht nicht die Erwartungen, was den historischen Fokus auf Filme angeht, es fehlt eine Auflösung und es zeigt eine tragische Sicht auf seine Charaktere ohne klaren Schluss.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The American Sun & Wind Moving Picture Company
The American Sun & Wind Moving Picture Company ist eine bezaubernde Geschichte, die in der Stummfilmzeit spielt. Der Roman beginnt 1915 in Fort Lee, New Jersey, wo eine jüdische Familie Stummfilme mit einer und zwei Rollen herstellt, und besteht aus sechs Kapiteln, von denen jedes ein eigenständiger Stummfilm ist.
Joey, der zu schön, um ein Junge zu sein, Sohn des Filmemachers Simon und seiner Schauspielerin Hannah, denkt sich Geschichten aus, die die Kamera seines Onkels in Szenen für ihre Filme verwandelt. Als Zeuge und Teilnehmer an den rasanten technologischen Fortschritten des Films, von den Filmen seiner Familie bis zum Aufkommen des Tonfilms, wird Joey sowohl in männlichen als auch in weiblichen Rollen besetzt, auf der Bühne und außerhalb. Als die Frau, die Joey liebt, ihren misshandelnden Ehemann ermordet und Joey als Mutter ihrer eigenen Kinder verkleidet von seiner Familie in New Jersey wegschickt, begibt er sich auf eine abenteuerliche und entbehrungsreiche Reise quer durchs Land, auf der sich seine Wege mit denen von D.
W. Griffith, Lillian Gish, Mary Pickford und „Roxy“ Rothafel kreuzen.
Als er schließlich an der gegenüberliegenden Küste mit seinem Onkel und der Frau, die er immer geliebt hat, wieder zusammenkommt, endet Joeys wilde Reise - und sein Leben - in einem ebenso unvorhersehbaren wie magischen Moment. In einer unverschämt originellen Geschichte, die eines Studios würdig ist, dessen Mogule Kafka, Garcia Marquez und Isaac Bashevis Singer gewesen sein könnten, verschmelzen und trennen sich Realität und Illusion und ziehen das Publikum in ihren Bann, selbst nachdem der letzte Vorhang gefallen ist.