Bewertung:

Das Buch präsentiert eine einzigartige Perspektive auf Cusa und Alberti und bietet neue Einblicke in philosophische und theologische Diskussionen, obwohl es schwierig zu lesen sein kann. Einige Leser schätzen die wissenschaftliche Tiefe, während andere die Ansichten des Autors über Macht und Religion bemängeln und sie für kontrovers halten.
Vorteile:Bietet neue Erkenntnisse über Cusa und Alberti, verfasst von einem herausragenden Wissenschaftler. Wichtig für Postgraduiertenstudien in Theologie und Philosophie.
Nachteile:Der Schreibstil kann manchmal abschweifend sein. Einige Leser finden die feministischen Ansichten des Autors und die Diskussionen über Macht umstritten und unsympathisch. Erfordert ein erhebliches philosophisches Hintergrundwissen zum Verständnis.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Analogical Turn: Rethinking Modernity with Nicholas of Cusa
Er gewinnt die ursprünglichen Einsichten eines Denkers aus dem 15. Jahrhundert für die Theologie und Philosophie von heute zurück.
Die heutigen Gesellschaften, so Johannes Hoff, zeichnen sich durch ihre Unfähigkeit aus, die scheinbar schwarz-weiße wissenschaftliche Rationalität mit der Ambiguität der postmodernen Popkultur zu vereinbaren. Angesichts dieser Krise greift sein Buch The Analogical Turn auf die alternative Vision der Moderne des Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert zurück, um eine neue Perspektive auf die Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.
Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen des Mainstreams war Nikolaus von Kues Wertschätzung für Individualität, Kreativität und wissenschaftliche Präzision tief in der analogen Rationalität des Mittelalters verwurzelt. Er belebte und transformierte die Tradition des wissenschaftlichen Realismus in einer Weise, die heute, rückblickend, neue Einblicke in das "ganz gewöhnliche Chaos" des postmodernen Alltagslebens bietet.
Hoffs originelle Studie bietet eine neue Vision der Geschichte der Moderne und der damit verbundenen Säkularisierungserzählung, eine Dekonstruktion der Grundannahmen der Postmoderne und die Entfaltung eines liturgisch begründeten Konzepts des Common-Sense-Realismus.