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The Work of Whiteness: A Psychoanalytic Perspective
Weißsein" ist eine politisch konstruierte Kategorie, die verstanden und abgebaut werden muss, weil das in unserer Gesellschaft verankerte System des Rassismus uns allen schadet. Es hat tiefgreifende Auswirkungen auf die menschliche Psychologie, deren Verständnis für die Unterstützung der Bewegung für Veränderungen unerlässlich ist. Dieses Buch untersucht diese Auswirkungen aus einer psychoanalytischen und jungianischen Perspektive.
Die "Zerbrechlichkeit" des Weißseins, der farbenblinde Ansatz und der zum Schweigen bringende Prozess der Verleugnung, wie sie sich in der Kindheit weißer liberaler Familien entwickeln, werden als Mittel zur Aufrechterhaltung des weißen Privilegs und des Rassismus betrachtet. Eine Kritik an den kolonialen Wurzeln der psychoanalytischen Theorien von Freud und Jung führt dazu, die Entkopplung des Individuums von der Gesellschaft im modernen analytischen Denken in Frage zu stellen. Das Konzept des kulturellen Komplexes wird als nützliches Mittel vorgeschlagen, um das Individuum und das Soziale zu verbinden. Beispiele aus der klinischen Praxis des Autors und aus dem öffentlichen Leben werden zur Veranschaulichung der Argumentation herangezogen.
Nur relativ wenige Schwarze treten dem psychoanalytischen Berufsstand bei, und diejenigen, die es tun, beschreiben Ausbildung und Mitgliedschaft als einen schwierigen und schmerzhaften Prozess. Es wird untersucht, wie Rassismus in der klinischen Arbeit, in der Supervision und in unseren Institutionen wirkt, und obwohl es ein unlösbares Problem zu sein scheint, werden Vorschläge für Lösungsansätze gemacht. Dieses Buch wird für Psychoanalytiker, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter und alle, die sich für die Rolle des weißen Privilegs bei der psychischen Gesundheit interessieren, von großer Bedeutung sein.