
The Archaeology of Craft and Industry
In diesem umfassenden und doch prägnanten Überblick erörtert Christopher Fennell archäologische Forschungen an Stätten in den Vereinigten Staaten, die einst Rohstoffe herstellten, ernteten oder verarbeiteten. Anhand von Studien über Handwerksbetriebe und die industrielle Revolution vermittelt dieses Buch wichtige Einblicke in die amerikanische Geschichte vom siebzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert.
Anhand von Zeugnissen aus Textilfabriken, Glashütten, Besteckherstellern und Gerbereien beschreibt Fennell den komplizierten Übergang von handwerklicher Arbeit zu mechanisierten Produktionsmethoden und zeigt anhand von Beispielen, wie handwerkliche Fertigkeiten in vielen Fabrikkontexten wichtig blieben. Fennell zeichnet auch die Verteilung und den Transport von Waren entlang von Kanälen und Eisenbahnen nach. Er befasst sich mit Stätten der Gewinnung von Holz, Kupfer und Kohle und stellt verschiedene Methoden der Eisenverhüttung und -verarbeitung vor. Das Buch enthält eine ausführliche Fallstudie über Edgefield, South Carolina, eine Stadt, die Pionierarbeit bei der Herstellung von alkalig glasierten Steingutkeramiken leistete.
Fennell skizziert die Veränderungen im Bereich der Industriearchäologie im letzten Jahrhundert, die in der Erkenntnis gipfelten, dass diese Orte bemerkenswerter Energie, Turbulenzen und Kreativität das Leben und den Einfallsreichtum vieler Menschen repräsentieren. Darüber hinaus zeigt er Wege auf, wie das Feld dazu beitragen kann, nachhaltige Strategien für Industrieunternehmen in der Gegenwart zu entwickeln.
Ein Band in der Reihe The American Experience in Archaeological Perspective, herausgegeben von Michael S. Nassaney und Krysta Ryzewski.