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The Army and the Indonesian Genocide: Mechanics of Mass Murder
Im vergangenen halben Jahrhundert hat das indonesische Militär die Morde von 1965-66, bei denen etwa eine Million unbewaffnete Zivilisten ermordet wurden, als Ergebnis eines spontanen Aufstands dargestellt. Mit dieser Formulierung wurde nicht nur geleugnet, dass das Militär hinter den Morden steckte, sondern auch, dass die Morde jemals als eine zentralisierte, landesweite Kampagne verstanden werden konnten.
Anhand von Dokumenten aus den Archiven des ehemaligen indonesischen Geheimdienstes in Banda Aceh erschüttert dieses Buch die offizielle Propagandadarstellung der indonesischen Regierung über die Massentötungen und beweist, dass das Militär hinter diesen Ereignissen stand. Dieses Buch erzählt die Geschichte der 3.000 Seiten streng geheimer Dokumente, die die indonesischen Genozid-Akten umfassen. Auf der Grundlage dieser Befehle und Aufzeichnungen sowie der bisher unbekannten Geschichten von 70 Überlebenden, Tätern und anderen Augenzeugen des Völkermords in der Provinz Aceh rekonstruiert es zum ersten Mal eine detaillierte Darstellung der Tötungen anhand der eigenen Berichte des Militärs über diese Ereignisse. In diesem Buch wird dargelegt, dass die Morde von 1965-66 als Völkermord im Sinne der Völkermordkonvention von 1948 verstanden werden können.
Es ist das erste Buch, das eine detaillierte Darstellung des Völkermords anhand der eigenen Aufzeichnungen der Armee über diese Ereignisse rekonstruiert. Es wird für Studenten und Wissenschaftler in den Bereichen Südostasienwissenschaften, Geschichte, Politik, Kalter Krieg, politische Gewalt und vergleichende Völkermordforschung von Interesse sein.