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The Insubordination of Photography: Documentary Practices Under Chile's Dictatorship
Preis für das beste Buch der Sektion Visuelle Kultur der Lateinamerikanischen Studienvereinigung
Bester Buchpreis der Sektion Historia Reciente y Memoria der Gesellschaft für Lateinamerikastudien
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Die Rolle der Dokumentarfotografie bei der Aufdeckung und dem Protest gegen die Verbrechen einer Diktatur
Nachdem Augusto Pinochet 1973 in Chile an die Macht gekommen war, ließ seine Regierung Tausende von politischen Gegnern entführen, misshandeln und hinrichten. Die Aufmüpfigkeit der Fotografie ist das erste Buch, das analysiert, wie verschiedene Kollektive, Organisationen und unabhängige Medien die Fotografie nutzten, um die Verbrechen von Pinochets autoritärem Regime aufzudecken und dagegen zu protestieren.
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Ngeles Donoso Macaya erörtert die Art und Weise, wie Menschenrechtsgruppen wie das Vikariat der Solidarität Porträts von Vermissten verwendeten, um das gewaltsame Verschwinden von Personen sichtbar zu machen. Sie macht auch auf forensische Fotos aufmerksam, die als belastende Beweise für die Morde der Regierung im bahnbrechenden Lonqun-Fall dienten. Donoso Macaya argumentiert, dass die Dokumentarfotografie in Chile durch die prekären politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes herausgefordert und geprägt wurde, und zeigt, wie Fotojournalisten kreative Wege fanden, um die Einschränkungen der Pressefreiheit zu überwinden.
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In einer Kultur, die von Desinformation und Vertuschung durchdrungen und durch Repression und Zensur eingeschränkt war, wurde die Fotografie zu einem unverzichtbaren Instrument, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Mit nie zuvor gezeigten Fotografien und anderem Archivmaterial reflektiert dieses Buch die integrale Rolle von Bildern im öffentlichen Gedächtnis und in Fragen der Wiedergutmachung und Gerechtigkeit.
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Ein Band der Reihe Reframing Media, Technology, and Culture in Latin/o America, herausgegeben von Hctor Fernndez L'Hoeste und Juan Carlos Rodrguez.
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Die Veröffentlichung der Taschenbuchausgabe wurde durch einen Zuschuss des National Endowment for the Humanities im Rahmen des American Rescue Plan ermöglicht.