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The Expansion of England: Two Courses of Lectures
D)ie Geschichte Englands sollte mit etwas enden, das man eine Moral nennen könnte. Irgendeine große Schlußfolgerung sollte sich daraus ergeben; sie sollte die allgemeine Tendenz der englischen Angelegenheiten in einer Weise aufzeigen, die uns dazu bringt, über die Zukunft nachzudenken und das Schicksal zu erahnen, das für uns reserviert ist.
-J. R. Seeley, aus „Vorlesung 1: Tendenz in der englischen Geschichte“ Von diesem optimistischen und enthusiastischen Ausgangspunkt aus beginnt der bekannte Historiker und Altertumswissenschaftler mit einer glühenden Lobpreisung des britischen Imperialismus.
Das Reich blühte, als er es in seinem erfolgreichsten Werk, das erstmals 1883 erschien, verteidigte, doch Seeley war besorgt über die merkwürdige Unaufmerksamkeit der Herren des Reiches: „Wir scheinen die halbe Welt in einem Anfall von Geistesabwesenheit erobert und bevölkert zu haben“, ärgert sich Seeley hier. Mit diesem zustimmenden Nicken zu dem, was er für das englische Schicksal hielt, die Welt zu „zivilisieren“, wurde dieses Werk zu einem Standardtext für die neue Welle liberaler Imperialisten im Großbritannien der 1880er Jahre.
Heute ist es ein erhellender Blick auf eine Weltmacht, die von ihrer eigenen Hybris so gefesselt war, dass sie den drohenden Untergang nicht erkennen konnte. SIR JOHN ROBERT SEELEY (1834-1895) war Regius Professor für Neuere Geschichte in Cambridge, Fellow der Royal Historical Society und Ehrenmitglied der Historical Society of Massachusetts.
Er ist auch der Autor von Ecce Homo.