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The Ba'thification of Iraq: Saddam Hussein's Totalitarianism
Saddam Hussein regierte den Irak fast ein Vierteljahrhundert lang als Diktator, bevor sein Regime 2003 gestürzt wurde. Mit Hilfe der Baath-Partei als Meta-Kontrollorgan schuf er sich eine breite Unterstützungsbasis im gesamten irakischen Staat und in der Gesellschaft.
Warum haben Millionen von Menschen an seiner Regierung mitgewirkt, seine Propaganda nachgeplappert und sein Regime anderweitig unterstützt, obwohl sie dafür oft ihre Familien, Gemeinschaften und Überzeugungen verraten mussten? Warum erwies sich das „Husseini-Ba'thist“-System durch Aufstände, zwei Kriege und die Sanktionen der Vereinten Nationen als so beständig? Auf der Grundlage einer Fülle von Dokumenten, die nach der US-geführten Invasion 2003 im Hauptquartier der Baath-Partei in Bagdad entdeckt wurden, analysiert The Ba'thification of Iraq, wie Hussein und die Partei der Bevölkerung Loyalität eintrichterten.
Faust argumentiert, dass Hussein durch eine groß angelegte Strategie der „Ba'thifizierung“ klassische totalitäre Mittel mit eindeutig irakischen Methoden vermischte, um staatliche, soziale und kulturelle Institutionen in ba'thistische Gebilde zu verwandeln und die öffentlichen und privaten Entscheidungen der Iraker zu Tests ihrer politischen Loyalität zu machen. Die Ba'thifizierung des Irak konzentriert sich nicht nur auf die Art und Weise, wie die Iraker gehorchten, sondern auch darauf, wie sie sich widersetzten, und untersucht anhand von Vergleichsbeispielen aus Hitlerdeutschland und Stalins Russland grundlegende Fragen über die Rolle, die Ideologie und Kultur, Institutionen und Verwaltungspraktiken sowie Belohnung und Bestrafung in jedem politischen System spielen.