
The Balkan Route: Historical Transformations from Via Militaris to Autoput
Der Band nähert sich dem Thema Mobilität in Südosteuropa, indem er die erste detaillierte historische Studie über den Landweg zwischen Istanbul und Belgrad vorlegt.
Nachdem diese Route, die Südosteuropa diagonal durchquert, in römischer Zeit angelegt worden war, war sie für die Byzantiner ebenso wichtig wie für die Osmanen, um ihre Gebiete auf dem Balkan zu beherrschen. Im neunzehnten Jahrhundert wurde die Straße zu einer Eisenbahn und zuletzt zu einer Autobahn ausgebaut.
Die Beiträge in diesem Band konzentrieren sich auf den Zeitraum vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Sie untersuchen die verschiedenen Transformationen der Straße sowie ihre transformative Rolle für die Städte und Regionen entlang ihres Verlaufs. Dabei geht es nicht nur um die politische Funktion der Route für die Machtprojektion der aufeinanderfolgenden Reiche.
Auch die historischen Akteure wie Kaufleute, reisende Diplomaten, türkische Gastarbeiter oder Flüchtlinge aus dem Nahen Osten sowie die verschiedenen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen ihrer Mobilität stehen im Mittelpunkt der Betrachtung. Das übergeordnete Ziel ist es, ein tieferes Verständnis von Südosteuropa zu erlangen, indem historische Kontinuitäten und Brüche in einer langfristigen Perspektive in den Vordergrund gerückt und unterschiedliche nationale und regionale Ansätze in einen Dialog gebracht werden.