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The Significance of Votive Offerings in Selected Hera Sanctuaries in the Peloponnese, Ionia and Western Greece
Ein Besuch des Samischen Heraions kann eine Enttäuschung sein, denn die Überreste eines der wichtigsten Heiligtümer der Antike sind spärlich. Die Gebäude wurden bis auf die Grundmauern geplündert, und nach der Ausgrabung musste ein großer Teil der Überreste wieder zugedeckt werden, um sie vor der Zerstörung durch die Vegetation zu schützen. Vieles bleibt also der Phantasie der Besucher überlassen. Da das Heraion nur selten in antiken Texten erwähnt wird, beruht unser Wissen über das Heraion fast ausschließlich auf der Analyse der archäologischen Funde. Anhand des Studiums seiner Architektur lässt sich das Heiligtum visuell rekonstruieren, aber wie steht es mit der Rekonstruktion seines Kultes? Die Bedeutung von Votivgaben als Quelle, die Aufschluss über die Merkmale des Kultes gibt, wurde oft unterschätzt. In dieser Studie werden bedeutende Votivfunde aus verschiedenen Perioden aus sechs Hera-Heiligtümern untersucht, um sowohl ihre spezifischen als auch ihre gemeinsamen kultischen Aspekte herauszufinden. Auf dem Peloponnes werden die Heraia von Perachora, Argos und Tiryns untersucht, und das samische Heraion gibt einen Einblick in den Herakult in Ionien.
Die Analyse der Heraia in Poseidonia - Paestum ermöglicht die Untersuchung von zwei Hera-Heiligtümern, die zur selben Polis gehören. Um das Wesen der Kulte zu erhellen, werden die Heraia anhand von fünf grundlegenden Kultaspekten betrachtet: Schwangerschaft, Geburt und Erwachsenwerden.
Heirat.
Haus und Familie.
Landwirtschaft und Vegetation.
Und militärische Aspekte. Das letzte Kapitel vergleicht die Belege und versucht, die individuellen, polis- und panhellenischen Merkmale der sechs untersuchten Heiligtümer zu definieren.