Bewertung:

Das Buch „Liberating Libya“ von Rupert Wieloch bietet eine detaillierte Untersuchung der historischen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Libyen, die Einblicke in die alte Geschichte Libyens, die kolonialen Einflüsse, die Beteiligung am Zweiten Weltkrieg und die Staatsbildung nach der Revolution bietet. Das Buch ist gut geschrieben, informativ und fesselnd.
Vorteile:Gründliche und aufschlussreiche historische Analyse, eloquent geschrieben, leicht zu lesen, bietet detaillierte Einblicke in die Geschichte Libyens und die Beziehungen zwischen Großbritannien und Libyen, fesselnde Berichterstattung über die Schlachten des Zweiten Weltkriegs, gut durchdachte Diskussionen über die Entwicklungen nach 2011.
Nachteile:Keine explizite Erwähnung in der Rezension.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Liberating Libya: British Diplomacy and War in the Desert
Free Libya" war der Ruf, der während der Revolution des Arabischen Frühlings, die mit dem Tod von Oberst Gaddafi im Oktober 2011 endete, in ganz Libyen zu hören war. Die Geschichte handelt vom britischen Engagement in Libyen seit dem ersten Vertrag, der im Januar 1692 mit den Machthabern in Tripolis unterzeichnet wurde.
Das Buch ist in vier Epochen unterteilt. Der erste Teil behandelt die Zeit bis zur italienischen Invasion im Jahr 1911, der zweite den Ersten Weltkrieg und die italienische Befriedung, der dritte die Kampagne in der westlichen Wüste und der letzte Teil bringt den Leser auf den neuesten Stand der Ereignisse. Nach den Worten des Außenministers Edward Grey führte die italienische Invasion in Libyen 1911 "geradewegs in die Katastrophe von 1914".
Anhand von Erinnerungen von Politikern und Korrespondenten beider Seiten des Konflikts setzt der Autor die britische Beteiligung zusammen und wirft ein neues Licht auf die Senussi-Kampagne und die Rettung von 100 britischen Kriegsgefangenen in Bir Hakkeim durch den Duke of Westminster sowie auf die Geschichte von Colonel Milo Talbot, der sich ebenso wie TE Lawrence um den britischen Einfluss auf die arabische Führung bemühte, aber nie für seine Arbeit belohnt wurde. Obwohl bereits Hunderte von Büchern über die Kampagne in der westlichen Wüste geschrieben wurden, enthält dieses Buch viel unveröffentlichtes Material, das sich mit den strittigen Fragen befasst und erklärt, warum General Brian Horrocks schrieb: "Das Kommando in der Wüste wurde als fast sicheres Vorspiel für einen Bowlerhut angesehen".
Der letzte Teil des Buches beginnt mit den britischen Operationen zur Errichtung Libyens als unabhängiges Königreich und dem Aufkommen des Nationalismus, der 1969 zu Gaddafis Putsch führte. Die Geschichte des angespannten Verhältnisses zum brüderlichen Führer während der Ära der "Todeslinie" und der anschließenden Annäherung geht einem maßgeblichen Bericht über die Revolution von 2011 voraus.
Das letzte Kapitel bringt den Leser auf den neuesten Stand des aktuellen Konflikts, der Migrationskrise und der Bombenanschläge in der Manchester Arena.