Bewertung:

Sungs Buch bietet eine aufschlussreiche Aktualisierung der Befreiungstheologie und betont ihre Relevanz für die heutigen wirtschaftlichen Diskussionen und die Notlage der Ausgegrenzten in der Gesellschaft. Es beleuchtet sowohl die theologischen Implikationen als auch die kritischen intellektuellen Traditionen, die der Befreiungstheologie zugrunde liegen, und bleibt dabei sowohl für Neueinsteiger als auch für Gelehrte zugänglich.
Vorteile:⬤ Ausgezeichnete Aktualisierung der Befreiungstheologie
⬤ relevant für zeitgenössische Diskussionen
⬤ zugänglich für Neulinge und informativ für Wissenschaftler
⬤ setzt sich mit wichtigen intellektuellen Traditionen auseinander
⬤ unterstützt interne Kritik
⬤ betont die Bedeutung von Praxis und existenziellen Fragen.
Keine explizite Erwähnung in der Rezension.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Reclaiming Liberation Theology: Desire, Market, Religion
"Jung Mo Sung ist einer der aufschlussreichsten lateinamerikanischen Befreiungstheologen, die in den letzten zwei Jahrzehnten hervorgegangen sind. Für Sung ist die Beziehung zwischen Wirtschaft und Theologie von zentraler Bedeutung für die Befreiungstheologie.
Indem er diese Beziehung kritisch untersucht, wirft Sung nicht nur ein neues Licht auf die Mechanismen der globalen Wirtschaftsordnung, sondern überdenkt auch die Befreiungstheologie im Lichte der Herausforderungen der Globalisierung. Mit seinem Werk sind Theologen besser darauf vorbereitet, mit sozialer Ausgrenzung in diesem neuen Jahrhundert umzugehen. Dieses Buch ist ein hervorragendes Beispiel für die neue Perspektive, die Sung entwickelt hat." Franz Hinkelammert, Professor für Wirtschaftswissenschaften, Ökumenische Abteilung für Untersuchungen, Costa Rica Jung Mo Sung hat in seinen früheren Veröffentlichungen Pionierarbeit für eine theologische Analyse der Wirtschaft geleistet und eine durchdringende ethisch-religiöse Kritik an den internationalen kapitalistischen Systemen entwickelt, deren Institutionen er mit Altären vergleicht.
Während der antike Götzendienst sichtbare Altäre hatte, ist der moderne Altar des "globalen Marktgottes" unsichtbar, verlangt aber dennoch Menschenopfer im Namen "objektiver" Wünsche. Hier gewinnt Sung die Relevanz der Theologie für eine Welt zurück, in der die gefährlichsten Götzen - diejenigen, die Millionen von Menschen auf dem Altar des Reichtums opfern - von der Theologie zu lange ignoriert wurden.
In Desire, Market and Religion untersucht Sung Themen wie den Kampf gegen soziale Ausgrenzung, die Beziehung zwischen Wirtschaft und Religion im 21. Jahrhundert, in dem globale Marken und globale Ökonomien die Oberhand haben, und die Rolle der Theologie im Kampf gegen soziale Ausgrenzung und das Schenken von Hoffnung auf Überfluss, wenn die Realität Knappheit ist.
Jung Mo Sung, gebürtiger Koreaner, ist außerordentlicher Professor für Theologie an der Pontificia Universidade Catolica de Sao Paulo, Brasilien, und brasilianischer Staatsbürger. Er ist Autor von The Idolatry of Capitalism and the Death of the Poor und von Theology and Economics.