Bewertung:

Das Buch enthält kraftvolle Poesie, die sich mit Themen wie Familie, Trauer und kultureller Identität auseinandersetzt und dabei lebendige Bilder und überzeugende Metaphern verwendet. Trotz einiger schmerzhafter Themen empfinden die Leser die Sammlung als wunderschön gestaltet und schlüssig, so dass sie Lust auf mehr bekommen.
Vorteile:Starke Bilder und Metaphern, tiefe Erforschung persönlicher und angestammter Themen, einzigartige und zusammenhängende Gedichte, die eine denkwürdige Stimme in der modernen Poesie hervorrufen.
Nachteile:Enthält schmerzhafte Darstellungen der Familiendynamik, insbesondere in Bezug auf einen grausamen Vater, was für einige Leser schwierig sein könnte.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Smoking the Bible
Der preisgekrönte Autor zahlreicher Bücher, Chris Abani, bewegt sich zwischen seiner Igbo-Abstammung und seiner Migration in die Vereinigten Staaten in Gedichten, die die Heiligkeit der Trauer durch die verblüffende, zentrale Praxis des Inhalierens einer verbrannten Bibel hervorrufen. Smoking the Bible ist eine fesselnde, gefühlvolle Gedichtsammlung, die von Chris Abanis verblüffender Beherrschung von Form und Metapher geprägt ist.
Diese Gedichte enthüllen die persönliche Geschichte zweier Brüder - der eine elegiert den anderen - und die größere Geschichte eines Mannes im Exil: Exil durch Geographie, Kultur und Erinnerung. Was wir in dieser emotional großzügigen Sammlung erleben, ist eine tiefe spirituelle Abrechnung, die auf uralte afrikanische Glaubenstraditionen zurückgreift, und eine intellektuelle Lebendigkeit, die sich auf verschiedene Weisheitsliteraturen und Traditionen stützt. Abani veranschaulicht die verbindende Geografie zwischen Leid, Bedauern und Erlösung, während sich die Gedichte durch Landschaften in Nigeria, im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten, im Erwachsenenalter und in der Kindheit bewegen.
Bei der Lektüre dieser Sammlung hat man das Gefühl, in eine ganze und komplexe Welt der Phantasie einzutauchen. Hier gibt es keine Künstlichkeit, keine Affektiertheit, und diese Gedichte sind eine Studie über die Anmut des Bildes selbst.