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The Bioarchaeology of Classical Kamarina: Life and Death in Greek Sicily
Wahl des herausragenden akademischen Titels.
"Ein wahres, ausgewogenes bioarchäologisches Werk, das die Lebens- und Todesweise der Menschen am Passo Marinaro erhellt" - Sherry C. Fox, Mitherausgeberin von New Directions in the Skeletal Biology of Greece.
"Diese exzellente Studie - umfassend in der Forschung, ausgefeilt in der Theorie, akribisch in der Analyse und klar in der Darstellung - setzt einen neuen Standard in dem jungen, aufregenden Feld der Bioarchäologie der frühen griechischen Welt" - Joseph L. Rife, Autor von Isthmia IX: The Roman and Byzantine Graves and Human Remains.
"Sulosky Weaver verwebt wortgewandt griechische Mythen und historische Berichte über das griechische Leben mit ihrer wissenschaftlichen Analyse der bioarchäologischen Funde und liefert so eine synthetische Darstellung des Lebens in der griechischen Kolonie Kamarina" - Britney Kyle McIlvaine, University of Northern Colorado.
Sizilien gehörte zu den ersten Gebieten, die während der griechischen Kolonisationsbewegung besiedelt wurden, was seine Friedhöfe zu einem beliebten Studiengebiet für Wissenschaftler der klassischen Welt machte. Dennoch wurden die menschlichen Überreste und die Bestattungssitten in diesen Studien oft getrennt voneinander betrachtet. In diesem bahnbrechenden Werk fasst Carrie Sulosky Weaver Skelett-, Material- und Ritualdaten zusammen, um die Bestattungssitten, die demografischen Trends, den Gesundheitszustand und die Abstammung von Kamarina, einem Stadtstaat in Sizilien, zu rekonstruieren.
Anhand von 258 geborgenen Gräbern aus der Nekropole von Passo Marinaro legt Sulosky Weaver nahe, dass die Kamarineer - deren kulturelle Praktiken eine Mischung aus griechischen und einheimischen Bräuchen waren - eng mit ihren Pendants in den benachbarten griechischen Städten verbunden waren. Die Ausrichtung der Gräber, die Lage der Leichen und die Art der mit den Toten bestatteten Gegenstände - einschließlich griechischer Keramik - zeigen, dass die Kamarineer voll und ganz an den Leichentraditionen der sizilianischen Griechen beteiligt waren. Auch die Schädelmerkmale ähneln denen der anderen sizilianischen Griechen. Interessanterweise fanden sich in den Gräbern von Passo Marinaro auch Hinweise auf Schädelchirurgie, Magie und nekrophobische Aktivitäten - ein weiteres Beispiel für den Einfluss der griechischen Kultur auf die Stadt.
Ein Übermaß an Skelettresten junger Erwachsener in Verbindung mit dem Vorhandensein von Schädeltraumata und einer Vielzahl von pathologischen Zuständen deutet darauf hin, dass die Kamarineer einem oder mehreren einschneidenden Ereignissen ausgesetzt waren, wie z. B. lang anhaltenden Kriegen und Epidemien. Trotz der turbulenten Zeiten zeigt das Porträt, dass Kamarina ein Ort war, an dem Menschen verschiedener Ethnien und Abstammungen im Leben und im Tod durch eine gemeinsame Kultur und Bestattungspraxis vereint waren.