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The Letters of Edward I: Political Communication in the Thirteenth Century
Die eingehende Untersuchung der Briefe Edwards I. zeigt, dass sie mächtige und ausgeklügelte politische Instrumente sind.
Ausgezeichnet für den Royal Studies Journal Book Prize, 2022.
Die Macht der Briefe, die von mittelalterlichen Regierungen verfasst wurden, kann leicht unterschätzt werden, da sie so formelhaft erscheinen, wie sie in den Archiven reichlich vorhanden sind, aber diese Kommunikationsakte waren mehr als bloße Behälter für Informationen. An der Schnittstelle zwischen dem Gesprochenen und dem Geschriebenen, dem Gespielten und dem Beobachteten produzierten sie einen Diskurs, der die königliche Autorität maximierte und die Solidarität zwischen Absender und Empfänger förderte.
Dieses Buch ordnet die Briefe in die mittelalterlichen Theorien der Komposition und der Rezeptionsgewohnheiten ein, um zu zeigen, dass selbst alltägliche Regierungsbriefe rhetorische Texte waren. Es konzentriert sich auf das Beispiel Edwards I. von England, dessen rhetorische Fähigkeiten von den Zeitgenossen oft kritisch betrachtet wurden. Es wird gezeigt, wie die Korrespondenz des Königs in Ton, Wortschatz und Struktur während seiner Regierungszeit und zwischen den Empfängern variierte, was eine unerwartete Dynamik des politischen Diskurses offenbart. Dieser Band, der sich zwischen historischem Kontext und der genauen Lektüre einzelner Briefe bewegt, identifiziert das Briefeschreiben als eine Kunst, mit der der König und seine Regierung versuchten, die Beziehungen zu politischen Gemeinschaften und diplomatischen Gesprächspartnern gleichermaßen zu verhandeln und zu gestalten.