Bewertung:

Das Buch analysiert die Entwicklung der Doktrinen für die gepanzerte Kriegsführung in Europa zwischen den Weltkriegen und konzentriert sich dabei vor allem auf die Beiträge von Liddell Hart und seinen Einfluss auf die deutschen Panzertruppen. Während der erste Teil des Buches wegen seiner gründlichen Untersuchung und der Verwendung übersehener Quellen gut ankommt, wird der zweite Teil wegen angeblich selektiver Verwendung von Beweisen und Ungenauigkeiten bei der Darstellung der Verbindungen zwischen der britischen und der deutschen Panzerentwicklung kritisiert.
Vorteile:Der erste Teil des Buches ist gut geschrieben und aufschlussreich und stellt frühere Kritiken an Liddell Hart wirksam in Frage. Es nutzt Quellen, die andere Wissenschaftler übersehen haben, und bietet so eine einzigartige Perspektive. Das Buch ist eine wertvolle akademische Quelle für alle, die sich mit Militärtheorie und gepanzerter Kriegsführung beschäftigen.
Nachteile:Der zweite Teil des Buches wird wegen mangelnder Gründlichkeit und Genauigkeit kritisiert, insbesondere wegen der selektiven Verwendung von Quellen und der unzureichenden Berücksichtigung sowjetischer Einflüsse auf die deutsche Panzerentwicklung. Einige sachliche Fehler und logische Ungereimtheiten schmälern die Gesamtqualität der dargelegten Argumente.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
British Armour Theory and the Rise of the Panzer Arm: Revising the Revisionists
Unter Verwendung bisher unerschlossener Archivquellen stellt Azar Gat die jüngsten historiografischen Trends bei der Untersuchung der britischen und deutschen Panzerentwicklung zwischen den beiden Weltkriegen auf den Kopf.
Er stellt die britische Pioniertheorie und -praxis wieder als Inspiration für die Erfinder der Panzerwaffe heraus, die Deutschlands "Blitzkrieg"-Siege in der Anfangsphase des Zweiten Weltkriegs ermöglichte.