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The Bukharan Crisis: A Connected History of 18th Century Central Asia
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geriet das zentralasiatische Bucharan-Khanat in eine Krise, von der es sich nicht mehr erholen sollte.
Die Bucharer litten unter Missernten und Hungersnöten, einem schweren fiskalischen Abschwung, Invasionen aus dem Norden und Süden, Rebellionen und schließlich einer Revolution. Bislang hat man sich bei der Suche nach den Ursachen für diese Krise auf die Annahme konzentriert, dass die Region von den frühneuzeitlichen Globalisierungstendenzen isoliert wurde. The Bukharan Crisis entlarvt diese Erklärung als fehlerhaftes Relikt der frühen orientalistischen Forschung über diese Region.
Stattdessen identifiziert Scott Levi mehrere kausale Faktoren, die der Krise in Bucharan zugrunde lagen. Einige davon waren miteinander verknüpft, andere unabhängig, einige entwickelten sich über lange Zeiträume, während andere die Region abrupter erschütterten, aber sie alle trafen im frühen 18.
Jahrhundert zum Nachteil des Bucharan-Khanats und der von ihm abhängigen Bevölkerung zusammen. Levi wendet einen integrativen Analyserahmen an, der Zentralasien in der neueren Forschung zu verschiedenen Themen der eurasischen Geschichte und der Weltgeschichte der frühen Neuzeit neu positioniert.