Bewertung:

Die Rezensionen zu „Chindit Affair“ von Frank Baines sind gemischt: Einige Leser schätzen die einzigartige Perspektive auf den Chindit-Feldzug und die persönlichen Erfahrungen des Autors, während andere die Konzentration auf seine homosexuelle Beziehung zu einem Gurkha-Soldaten kritisieren. Der Schreibstil erhält gemischte Kritiken, wobei einige ihn als gut geschrieben, aber zu blumig beschreiben. Insgesamt wird das Buch je nach den Erwartungen des Lesers entweder als wertvolle Memoiren oder als enttäuschende Ablenkung von der Militärgeschichte betrachtet.
Vorteile:⬤ Bietet eine einzigartige und persönliche Perspektive auf den Chindit-Feldzug
⬤ gut geschrieben und anschaulich
⬤ weckt starke Emotionen und menschliche Erfahrungen
⬤ bietet Einblicke in die Menschlichkeit des Soldaten inmitten des Krieges
⬤ großes Lob für seine Ehrlichkeit und Detailgenauigkeit.
⬤ Der Fokus auf die homosexuelle Beziehung des Autors könnte Leser abschrecken, die traditionelle Kriegsmemoiren erwarten
⬤ manche finden den Schreibstil zu metaphorisch oder übermäßig beschreibend
⬤ enttäuschend für diejenigen, die detaillierte militärische Strategien und Taktiken suchen
⬤ einige Leser fanden es schlecht geschrieben oder ablenkend.
(basierend auf 35 Leserbewertungen)
Chindit Affair: A Memoir of the War in Burma
Im März 1944 flogen rund 2 200 kampferprobte Männer der 111. Brigade von Indien nach Nordburma, um auf improvisierten, aus dem Dschungel geräumten Landebahnen zu landen. Sie gehörten zu General Orde Wingates Chindit-Truppe, die die Japaner tief hinter ihren Linien bekämpfen sollte. Fünf Monate später bestand die Brigade 111 nur noch aus 118 tauglichen Männern, acht britischen Offizieren, einer Reihe britischer Soldaten und 90 Gurkhas. Einer dieser acht Offiziere war Frank Baines, und in Chindit Affair erzählt er in anschaulicher Sprache und mit scharfem Blick, was geschah.
Frank Baines befehligte zwei Züge junger Gurkhas und war dem Hauptquartier der 111. Brigade unter John Masters zugeteilt, wo er die meiste Zeit aus nächster Nähe dabei war. Sein Bericht wirft ein neues Licht auf die Führung des Chindit-Feldzuges, aber vor allem ist es die Geschichte eines Soldaten.
Er schildert die Schrecken des Dschungelkriegs: Leichen, die von Blutegeln ausgesaugt und von Bambus aufgespießt wurden; japanische Soldaten, die Menschenfleisch essen mussten; ein Kriegsgericht und eine Hinrichtung; Soldaten, die krank wurden und am Wegesrand liegen blieben, sowie Gefallene und Verwundete im Kampf. Er fängt auch die Atmosphäre des Dschungels ein, seine Wasserläufe, Bäume, Vögel und die einfache Lebensweise der Kachin-Dorfbewohner. Kein anderer Bericht über die Chindit-Operationen berührt die gleichen rauen Nerven, und keiner vermittelt so unmittelbar das Gefühl, im Dschungel und in den Hügeln gewesen zu sein, die fast alle von ihnen verschlungen haben.