
Negotiating the Christian Past in China: Memory and Missions in Contemporary Xiamen
Jahrhunderts weckte das Streben Xiamens, von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt zu werden, großes Interesse an der christlichen Vergangenheit der Stadt. Geschichtsbegeisterte, sowohl Christen als auch Nichtchristen, widmeten sich der Neuinterpretation des Vermächtnisses der Missionare und stellten die offiziellen Darstellungen der problematischen Verbindung des Christentums mit dem westlichen Imperialismus in Frage. In diesem Buch dokumentiert Jifeng Liu die Spannungen, die zwangsläufig zwischen der etablierten offiziellen Geschichtsschreibung und diesen populären Bemühungen entstanden sind.
Dieser Band beleuchtet die Art und Weise, wie das Christentum zu einem integralen Bestandteil von Xiamen geworden ist, einer chinesischen Stadt, die von westlichen Missionaren tiefgreifend beeinflusst wurde. Auf der Grundlage von ausführlichen Interviews, lokal produzierten Geschichten und Beobachtungen historischer Feiern liefert Liu ein intimes Porträt der Menschen, die ideologische Probleme bewältigen, um eine christliche Vergangenheit zu rekonstruieren, religiöse Geschichten zu reproduzieren und lokale Machtstrukturen im Schatten des Staates neu zu definieren. Liu argumentiert überzeugend, dass eine christliche Vergangenheit konstruiert wird, die offizielle Rahmenbedingungen, inoffizielle Praktiken und Nostalgie zu einem sozialen Gedächtnis verbindet, einem Bereich dynamischer Verhandlungen, der weder vom autoritären Staat beherrscht wird noch durch den Widerstand der Bevölkerung gekennzeichnet ist. Auf diese Weise veranschaulicht "Negotiating the Christian Past in China" die Komplexität von Erinnerung und Mission bei der Gestaltung der kulturellen Landschaft der Stadt, der kirchlich-staatlichen Dynamik und der globalen Bestrebungen.
Diese bahnbrechende Studie geht von einer Perspektive der Globalisierung und Lokalisierung aus, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, um das chinesische Christentum in einem lokalen, nationalen und globalen Kontext besser zu verstehen. Sie wird von Religionswissenschaftlern und Weltchristenheitswissenschaftlern sowie von allen, die sich für das Verhältnis zwischen Kirche und Staat in China interessieren, begrüßt werden.