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Portraying the Aztec Past Portraying the Aztec Past: The Codices Boturini, Azcatitlan, and Aubin the Codices Boturini, Azcatitlan, and Aubin
Während der Zeit der aztekischen Expansion und des aztekischen Reiches (ca.
1325-1525) benutzten hochrangige Schreiber ein piktografisches Schriftsystem, um Hunderte von Manuskripten zu malen, in denen unzählige Aspekte des Lebens beschrieben wurden, darunter historische, kalendarische und religiöse Informationen. Nach der spanischen Eroberung benutzten die einheimischen und mestizischen tlacuiloque (Künstlerschreiber) des 16.
Jahrhunderts weiterhin vorspanische Bildschriftsysteme, um Informationen über die einheimische Kultur festzuhalten. Drei dieser Manuskripte - der Codex Boturini, der Codex Azcatitlan und der Codex Aubin - dokumentieren die Herkunft und die Migration des Volkes der Mexica, einer von mehreren indigenen Gruppen, die oft unter dem Begriff „Azteken“ zusammengefasst werden. In Portraying the Aztec Past“ (Die Darstellung der aztekischen Vergangenheit) bietet Angela Herren Rajagopalan eine gründliche Studie dieser eng miteinander verbundenen Manuskripte, in der sie ihre narrativen und formalen Verbindungen aufzeigt und die Unterschiede in Format, Stil und kommunikativen Strategien untersucht.
Durch Analysen, die sich auf die Materialien, die stilistischen Merkmale, die Beschaffenheit und die erzählerischen Qualitäten der Codices konzentrieren, stellt sie diese Annalen in ihren historischen und sozialen Kontext. Ihre Arbeit trägt zu unserem Verständnis der Produktion und Funktion dieser Manuskripte bei und erforscht, wie die mexikanische Identität nach der Eroberung dargestellt und gestaltet wurde.