Bewertung:

Das Buch „Die Debatten um das JFK-Attentat: Lone Gunman Versus Conspiracy“ von Michael L. Kurtz stellt eine Analyse der gegensätzlichen Theorien über das JFK-Attentat dar, die sowohl die Sichtweise des einsamen Schützen als auch die der Verschwörungstheorie beinhaltet. Während das Buch für seine gut strukturierte Darstellung der Beweise gelobt wird, wird es in einigen Rezensionen wegen veralteter Informationen und vermeintlicher Voreingenommenheit kritisiert.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und fesselnd, macht es das historische Ereignis leichter zu begreifen.
⬤ Präsentiert eine ausgewogene Sichtweise, die sowohl Argumente für den einsamen Schützen als auch für Verschwörungstheorien aufzeigt.
⬤ Dient als gute Sekundärquelle für Forschungsarbeiten und historische Aufsätze.
⬤ Enthält wertvolle Erkenntnisse aus glaubwürdigen Quellen und neue Informationen.
⬤ Zugänglich für Leser, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben.
⬤ Einige Leser fanden die Berichterstattung dünn und es fehlte an aktuellen Beweisen oder kritischer Wissenschaft.
⬤ Es wird vermutet, dass der Autor der Verschwörungstheorie zugeneigt ist, obwohl er behauptet, beide Seiten darzustellen.
⬤ Skeptische Leser wiesen auf bestimmte faktische Ungenauigkeiten hin und stellten die Genauigkeit der Recherche des Autors in Frage.
⬤ Das Buch wurde zuweilen repetitiv und vereinfachend und verlor dadurch das Gleichgewicht, das es aufrechtzuerhalten versuchte.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
The JFK Assassination Debates: Lone Gunman Versus Conspiracy
Wer hat JFK getötet? Seit jenem schicksalhaften Tag in Dallas wuchern die Theorien über die Ermordung von Präsident Kennedy. Sie reichen vom offiziellen Verdikt des "Einzeltäters" bis hin zu ernsthaften und völlig verrückten Verschwörungstheorien. Michael Kurtz, ein angesehener Historiker, der seit mehr als dreißig Jahren jeden Winkel dieses kontroversen Falles ausgelotet hat, fasst nun vier Jahrzehnte der Debatte zusammen und kritisiert sie, während er gleichzeitig provokante neue Perspektiven bietet.
Kurtz legt eine objektive Darstellung dessen vor, was wir tatsächlich über das Attentat wissen und was nicht, und unterstreicht sowohl die Logik als auch die Grenzen der wichtigsten Theorien zu diesem Fall. Dann bietet er einzigartige Interpretationen der physischen und forensischen Beweise und der bestehenden Kontroversen, die ihn zu neuen Schlussfolgerungen führen, die der Leser nur schwer ablehnen kann.
Kurtz zeigt, wie die ungeheuerliche Fehlbehandlung des Tatortbeweises durch die offiziellen Ermittler - die sich auf praktisch jeden Aspekt des Falles bezog - weitgehend für die Spaltung in Einzeltäter und Verschwörung verantwortlich ist, mit der wir heute konfrontiert sind. Die Verantwortlichen für diese Untersuchung (einschließlich der Polizei von Dallas, des FBI und der Warren-Kommission) haben so kläglich versagt, dass man sie ausgelacht hätte, wenn sie in einer der beliebten Fernsehserien CSI dargestellt worden wären.
Als einer der wenigen Experten, die über dieses Thema schreiben und Oswald tatsächlich getroffen haben, liefert Kurtz auch neue Informationen über die Aktivitäten des mutmaßlichen Attentäters zur Zeit des Attentats und über sein Doppelleben, indem er Oswalds Verbindungen zum Geheimdienst, zum organisierten Verbrechen und zu kubanischen Aktivisten, die sowohl gegen als auch für Castro waren, analysiert. Anhand außergewöhnlicher Dokumente - darunter exklusive Interviews mit Schlüsselfiguren und umfangreiches Material, das vom Assassination Records Review Board freigegeben wurde - bestätigt und verändert er viele frühere Spekulationen über Oswald und andere Aspekte des Falles.
Wer hat JFK wirklich getötet? Vierzig Jahre später haben die meisten Amerikaner immer noch das Gefühl, dass sie die Wahrheit nicht kennen und dass ihre eigene Regierung ihnen nicht die ganze Geschichte erzählt. Dieses Buch bietet ein Korrektiv selbst zu den jüngsten "endgültigen Urteilen" und schafft eine solide Grundlage für künftige Untersuchungen.